Urologen behandeln 700 Patienten mehr

Foto: Bei 70 minimal-invasiven urologischen Operationen wurde der „da Vinci“ Roboter. KK Bottrop
Was wir bereits wissen
Ein Jahr nach seinem Dienstantritt im Knappschaftskrankenhaus Bottrop zieht Chefarzt Dr. Mirko Müller eine positive Bilanz.Insgesamt wurden 3600 Eingriffe und Operationen durchgeführt.

Bottrop..  „Die Urologie im Knappschaftskrankenhaus wird inzwischen sehr deutlich von den Bottropern und auch über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen“, freut sich Dr. Mirko Müller, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und onkologische Urologie am Knappschaftskrankenhaus Bottrop und zieht Bilanz: „Gegenüber dem Vorjahr haben wir mehr als 700 Patienten zusätzlich stationär behandelt.

Vor etwa einem Jahr nahm Mirko Müller seinen Dienst in der Klinik für Urologie auf. Insgesamt behandelten er und sein Team knapp 2200 Patienten stationär sowie 3100 ambulant. Die mittlere Verweildauer der stationären Patienten konnte um etwa einen Tag verkürzt werden. „Diese Straffung in der Organisation gelingt uns dadurch, dass die Voruntersuchungen zunehmend ambulant durchgeführt werden“, so der Chefarzt und erläutert: „Die Patienten kommen also zu Blutabnahme, Ultraschalluntersuchungen usw. ambulant in die Klinik, gehen danach noch mal nach Hause und kehren erst frühmorgens am OP-Tag zum stationären Aufenthalt zurück.“

Höhere Auslastung bei Belegung

Insgesamt wurden in der Klinik für Urologie rund 3600 Eingriffe und Operationen durchgeführt, was nahezu einer Verdopplung zum Vorjahr entspricht. „Dazu zählen alle Eingriffe - von der einfachen Blasenspiegelung bis zur Entfernung der Harnblase“, erläutert Dr. Mirko Müller.

Der „da Vinci“-Roboter, der sozusagen gemeinsam seinen Dienst mit dem Chefarzt Anfang 2015 aufnahm, hat sich sogleich im Operationssaal etabliert. Rund 70 minimal-invasive Operationen wurden in 2015 mit der neuen Technik durchgeführt. „Die Akzeptanz bei den Patienten ist hoch, Skepsis gibt es eigentlich nicht.“ Schließlich tue der vierarmige Roboter keinen Schritt alleine, sondern werde vom Operateur gesteuert. Eingesetzt werde der Roboter bei minimal-invasiven Eingriffen - beispielsweise bei Prostataoperationen oder zur Entfernung von Nierentumoren. Indem der Operationsplan über die gesamte Woche strukturiert wurde, konnte zudem die Auslastung der Betten deutlich gesteigert werden.

Mit Blick auf diese erfolgreiche Bilanz hofft der Chefarzt, die Klinik für Urologie auch in diesem Jahr weiter zu etablieren. „Es wäre prima, wenn wir die Zahlen auf diesem Niveau halten könnten“, so Müller. Um die große Nachfrage der Patienten auffangen zu können, werden das Team verstärkt sowie die strukturellen Ressourcen erweitert.