Unerwartet hohe Feinstaubbelastung in Bottrop
28.04.2011 | 17:36 Uhr 2011-04-28T17:36:00+0200
Bottrop.Die Daten der Feinstaub-Messstationen an der Peterstraße und in Welheim alarmieren: Schon in den ersten Monaten des Jahres weisen sie eine unerwartet hohe Anzahl von Überschreitungstagen aus. Das Umweltamt hat dafür noch keine Erklärung.
Sowohl die Messstation an der Peterstraße als auch die in Welheim haben in den ersten Monaten des Jahres schon unerwartet oft ein Überschreiten der Feinstaub-Grenzwerte angezeigt. Wolfgang Bäck, Abteilungsleiter im Umweltamt: „Die Werte sind höher als in den Vorjahren - wir haben dafür keine Erklärung und werden mit dem Landesumweltamt über diese Entwicklung sprechen.“
Für die Anlage an der Peterstraße lässt sich ein direkter Jahresvergleich nicht anstellen, weil diese mobile Anlage bislang nur einmal in Bottrop zum Einsatz kam und zwar im Jahr 2007. Erst zu Beginn dieses Jahres wurde sie zu Vergleichsmessungen wieder aufgestellt. Und hat vom 3. Januar bis zum 28. April schon 24 Überschreitungstage bilanziert, an denen der Tagesmittelwert bei mehr als den von der EU erlaubten 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft lag. 2007 hatte es 56 Überschreitungstage gegeben. Die könnten, wenn es so weiter geht, in diesem Jahr wieder erreicht werden.
„Auch in anderen Städten des Landes beobachte ich die Tendenz zu höheren Werten“
Die kleinen Partikel aus dem Feinstaub gelangen durch Nase und Mund in die Lunge. Aus Untersuchungen liegen deutliche Hinweise auf die Zusammenhänge von Feinstaub und Auswirkungen auf Sterblichkeit und Erkrankungen vor, die vor allem das Herz-Kreislauf-System und die Atemwege betreffen. Schon kurze Einwirkungen von Feinstaub können gesundheitliche Folgen haben,sagen Experten.
In Welheim misst die neben der Schule fest installierte Anlage hingegen kontinuierlich seit Jahrzehnten und lässt so direkte Jahresvergleiche zu. Im Jahr 2009 hatte sie für Feinstaub 14 Überschreitungstage dokumentiert, für das Vorjahr 24 - und in diesem Jahr ist sie vom 1. Januar bis zum 31. März bereits auf 26 Tage gekommen.
Was Wolfgang Bäck „tröstet“: „Auch in anderen Städten des Landes beobachte ich die Tendenz zu höheren Werten.“ Die Ursache könne nicht so eindeutig bestimmt werden. „Sicher spielt das Wetter auch eine Rolle. In den letzten Wochen war es extrem trocken, und im Januar und Februar hatten wir Inversionswetterlagen mit geringem Luftaustausch.“ Das allein erkläre den Anstieg des Feinstaubs aber nicht. Die Pollen übrigens auch nicht, die sind zu groß und gehören nicht zu den Partikeln, die im Feinstaub so gefährlich sind.
Bäck hält die Hintergrundbelastung für eine Mit-Ursache - Einflüsse, die außerhalb der Stadt und auch Region liegen. „So stoßen wir auch mit lokalen Maßnahmen an unsere Grenzen.“ Maßnahmen, wie man sie mit mehr Grün, häufigere Straßenreinigung etc. schon angegangen sei.
Bäck ist, was die Werte in Welheim und damit in Kokerei-Nähe anbelangt umso erstaunter, als man in den letzten Jahren durchaus geringere Schadstoffbelastungen nach dem Umbau der Kokerei (dichtere Ofentüren) wahrgenommen hatte. Was der Stadt bleibe, sei die Fortschreibung des Luftreinhalteplanes und die Hoffnung auf die große, zusammenhängende Umweltzone im Ruhrgebiet mit fortschreitender Ausschaltung schadstoffreicher Autos.
14:43
#17 @Harry62
Ach so ;-)
Nun, mit Klartext und zuviel Wahrheit hat der WESTEN so seine Probleme.
Dann doch bitte wieder Verklausulieren und Gefahr laufen, auch mal missverstanden zu werden ;-)
11:02
@16supergrobi
Offenbar hast Du mich etwas falsch verstanden, ich will damit lediglich meinem Ärger über die Verkehrspolitik Ausdruck verleihen. Ich bin selber Anwohner einer Feinstaubsammelstelle und natürlich der Meinung das hier der Verkehr deutlich eingeschränkt wird. Zugegeben ein leicht mißverständlicher Kommentar. Werde Dir zuliebe künftig nur noch Klartext schreiben. Der wäre dann aber vom Mod gelöscht worden.
11:29
#15 @Harry62
Dein niedriges Niveau ist nach unten hin steigerbar.
Hier bitte:
Mein Auto fährt auch ohne Wald
09:16
Kommt alles vom Pollenflug, haut das störende Grünzeug in die Tonne und macht Platz für LKW und PKW. Die haben alle ne grüne Plakette. Ich hab noch nie nen Baum mit grüner Plakette gesehen.
18:09
Feinstaub hin oder her, Fakt ist eine mehrfache Überschreitung der Grenzwerte beschlossen von unseren nichts wissenden Politikern in Brüssel. Alle Maßnahmen werden scheitern solange ganz viele in Brüssel, Berlin, Düsseldorf und Bottrop immer weiter in den Töpfen rühren. Die Vergangenheit hat schon vielfach gezeigt das neues oder verbessertes immer ein Schritt nach hinten war. Vieleicht sollte man die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossenen nachgerüsteten Kamine mal messen, oder mal mit offenen Augen an parkenden Fahrzeugen vorbei laufen um zuschauen welche Möhren alle eine gelbe oder grüne Plakette haben welche gar keine haben dürften!!!!
10:41
Unerwartet ?
Nach unten ist der Naivität mancher Verantwortlicher scheinbar keine Grenze gesetzt.
Wenn die Grenzwerte schon jetzt für Überschreitungen sorgen, dürfte es mit dem Ausbau zur A 52 erwartungsgemäß noch schlimmer werden. Was nützt dann ein Gewerbegebiet an der Autobahn, wenn ich über die Autobahnzubringerstraßen, die dann bei Überschreitung gesperrt werden müssen, nicht hinfahren darf??? Nicht dass es am Ende wieder heißt. Wir können uns gar nicht erklären, dass der Bau der A 52 die Schadtsoffbelstung verschärft hat. Was nützen die für heilig erachteten Lärmschutzwände, wenn die Schadstofffracht ungehindert darüber wabert?
Die heute, die A 52 herbeifordern, sollten auch später bei nicht eintreffen der Versprechen zur persönliche Verantwortung gezogen werden und zwar mit ihrem Privatvermögen.
10:15
Zitat aus Bericht:
.... Im Jahr 2009 hatte sie für Feinstaub 14 Überschreitungstage dokumentiert, für das Vorjahr 24 - und in diesem Jahr ist sie vom 1. Januar bis zum 31. März bereits auf 26 Tage gekommen.
Das ist doch wohl eine Beweis für den Erfolg der Umweltzonenreglementierungen wie Plaketten usw.
09:48
Zitat:
Was Wolfgang Bäck „tröstet“: „Auch in anderen Städten des Landes beobachte ich die Tendenz zu höheren Werten.“ Die Ursache könne nicht so eindeutig bestimmt werden. „Sicher spielt das Wetter auch eine Rolle. (...) Das allein erkläre den Anstieg des Feinstaubs aber nicht.
Gibt es eine nachvollziehbare Untersuchung, aufgrund derer der Mann zu der Aussage, insbes. dem letzten Satz, kommt? Ansonsten sollte man mit solchen Aussagen vorsichtiger sein.
09:41
Na, alle Jahre wieder: Feinstaub kommt von den osterfeuern. Doch das Umweltministerium zu Düsseldorf (fest in grüner hand) will die nicht verbieten. WEohl aber die Besitzer von Kfz mit roter und gelber Plakette quasi enteignen, wenn diese demnächst damit im nicht mehr fahren dürfen.
08:45
Was war dieses Jahr denn wohl anders als letztes Jahr? Mehr Dieselfahrzeuge? Unwahrscheinlich! Eine höhere Verkehrsbelastung? Nicht wirklich! Es hat seit 2 Monaten so gut wie nicht geregnet!
Überall liegt der Dreck rum und wurde durch Wind und Sonne immer wieder aufgewirbelt. Warum sollte das Wetter kaum Einfluss gehabt haben? Weil es denen nicht in den Kram passt, die die unsinnigen Umweltzonen verteidigen müssen. Aus meiner unwissenschaftlichen Sicht ist der Einfluss des Wetters allerdings offensichtlich. Das sehe ich sogar am Staub auf den Regalen im Wohnzimmer!