Überleben der Kopfweiden gesichert

Kopfweiden sind der Lebensraum zahlreicher Tierarten. Acht Helfer der Waldjugend Kirchhellen trafen sich am Samstag bei eisigen Temperaturen zwischen Rottmannshof und Golflub Schwarze Heide, um die Weiden zu beschneiden. „Alle drei bis vier Jahre muss das geschehen, sonst bricht der Baum auseinander“, sagt Markus Herber vom Regionalforstamt Ruhrgebiet.

Die Weiden dürfen nur zwischen Oktober und Februar beschnitten werden. In anderen Teilen von Bottrop ist die Bescheidung schon gut vorangeschnitten. Sie findet intervallmäßig statt, damit noch genug Platz zum Nisten da ist. „Besonders das Steinkäuzchen, eine Eulenart, liebt eine offene Landschaft mit Kopfweiden, so wie hier in Kirchhellen der Fall ist“, sagt Herber. Aber auch Insekten und Hasen nutzen Kopfweiden als Lebensraum.

Die Waldjugend kennt ihr Handwerk. Das hat sie in Lehrgängen gelernt. Die Geschwister Lena und Lucas Holzhauser sind mit von der Partie. Lena ist mit 13 Jahren die jüngste Helferin und war schon mit sieben Jahren dabei. „Alle zwei Wochen treffen wir uns, so eine Aktion wie diese macht richtig Spaß, gerade weil sie der Natur und den Tieren zu Gute kommt “, sagt sie. Da sie noch zu jung ist, um eine Motorsäge zu bedienen, hilft sie beim Sammeln der umliegenden Äste. Das abgeschnittene Material wird nämlich für andere Zwecke benutzt. „Äste von Weiden dienen als Futter, wir nutzen sie häufig auch als Pfähle für das Errichten von Weidezäunen oder Hecken, aus diesen Pfählen entstehen dann neue Pflanzen“, erklärt Herber. Die Mitglieder der Waldjugend können für solches Wissen Punkte sammeln.

Die Waldjugend Kirchhellen hat zurzeit 30 Mitglieder.Vor zehn Jahren betrug die Mitgliederzahl immerhin noch gut 70. „Wie freuen uns also immer über Zuwachs“. Zur Belohnung gab’s nachher selbstgemachte Würstchen und Kartoffelsalat bei Familie Rottmann auf deren Hof.