Träger der Jugendarbeit in Bottrop ringen um Finanzierung

Der BDKJ-Abenteuerspielplatz gilt wie die Arche Noah als Vorzeigeobjekt Beide dürften auch in Zukunft gesetzt sein.
Der BDKJ-Abenteuerspielplatz gilt wie die Arche Noah als Vorzeigeobjekt Beide dürften auch in Zukunft gesetzt sein.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Was wir bereits wissen
Im Unterausschuss beraten Politik, Verwaltung und Träger der Einrichtungen das zukünftige Konzept. Der Verwaltungsvorschlag wird so nicht umgesetzt.

Bottrop.. Bei den Trägern der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind nun die Kündigungen eingetroffen. Jetzt liegt ihnen schwarz auf weiß vor, dass zum Jahresende keine weiteren Zuschüsse mehr fließen. Hinter den Kulissen laufen daher die Beratungen, wie die Stadt die offenen Einrichtungen ab Januar 2016 weiter fördert. Wie berichtet hat die Verwaltung einen Entwurf für eine Neukonzeptionierung der offenen Arbeit vorgelegt.

Dabei sollen rund 180 000 Euro eingespart werden. Dieser Beschluss wurde bereits bei der Verabschiedung des Stärkungspakts gefasst. Und auch die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt der Stadt, dringend „ihre Angebote bei der Kinder- und Jugendhilfe zeitnah kritisch zu hinterfragen und nachfrageorientiert anzupassen“. So schreibt es die Landesbehörde in ihrer aktuell veröffentlichten Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der Stadt. Die wiederum verweist auf die aktuell laufenden Beratungen.

In deren Rahmen wurden zunächst die bestehenden Vereinbarungen gekündigt. Nun deutet sich aber an, dass der Entwurf der Verwaltung so nicht umgesetzt wird. Das lässt Bastian Hirschfelder durchblicken. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses sagt: „Wir arbeiten aktuell an einer Weiterentwicklung dieses Verwaltungskonzepts.“ Gemeinsam beraten Vertreter von Politik, Verwaltung und die Träger der Jugendeinrichtungen in einem Unterausschuss, wie es weiter geht. Vera Sadowski, die Vorsitzende des Bunds der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), und Detlev Ingendoh, der Vorsitzende des Stadtjugendrings, vertreten in diesem Ausschuss die Interessen der Träger.

Dass diese nun auch in die Beratungen eingebunden sind, begrüßt Hirschfelder. In den letzten Jahren seien die Gesprächsfäden zum Teil abgerissen. Und das sei nicht nur als Vorwurf an die Verwaltung und die Träger, sondern auch als Selbstkritik seitens der Politik zu verstehen. Man kann also davon ausgehen, dass es in den nicht-öffentlichen Beratungen des Unterausschusses auch darum geht, dass Politik, Verwaltung und Träger enger zusammenrücken, damit die Verwendung der Gelder in Zukunft besser überprüft werden kann.

Hirschfelder stellt auch klar, dass es in Zukunft nur noch Förderungen einzelner Einrichtungen geben soll, keine Förderung einzelner Träger, die das Geld dann selber unter ihren Einrichtungen aufteilen. Aber er geht auch davon aus, dass sich die Zahl der Einrichtungen verringern werde.