Taucher aus Kirchhellen schrubben das Stenkhoffbad

Einen Großputz gab es bei dem Stenkhoffbad schon im April, aber die Taucher der TSG Kirchhellen verpassen dem Freibad den Feinschliff .
Einen Großputz gab es bei dem Stenkhoffbad schon im April, aber die Taucher der TSG Kirchhellen verpassen dem Freibad den Feinschliff .
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Blitzeblank für die Badesaison: Bei einer Spaßaktion putzen die Sportler den Beckengrund. Aktion jährt sich zum vierten Mal.

Bottrop..  An Pfingsten soll’s schön sonnig werden - da kann es auch nicht mehr weit bis zur Freibadsaison sein. Und für die ersten Besucher muss das Stenkhoffbad natürlich blitzeblank sein. Zum Glück gibt es die Putzteufel vom Taucherteam der Turn und Sportgemeinschaft (TSG) Kirchhellen, die dahin kommen, wo der Saug-Roboter gepfuscht hat. Bereits zum vierten Jahr in Folge gehen die Taucher auf Putzaktion, eine „Juxveranstaltung“, wie die stellvertretene Badleiterin Angelika Lehrich erklärt.

Aber ganz ohne Zweck treffen Schnorchel und Schrubber natürlich nicht zusammen: Vom Brunnenwasser, das in die Becken geleitet wird, setzten sich Schmutzpartikel, so genannte Sedimente, auf den Beckenboden ab. Um die gründlich wegzubekommen, kommt am besten die Bürste zum Einsatz. Die gelösten Sedimente werden dann von den Filteranlagen aufgenommen.

Aber auch die Taucher selbst haben etwas von der Aktion: Beim Indoor-Training im Hallenbad Kirchhellen geht es üblicherweise nur mit Badehose, Schnorchel und Schwimmflossen ins Nass. Wenn die Taucher beim Putzen zum ersten Mal im Jahr ins Freiwasser kommen, können sie ihre neue Ausrüstung testen oder prüfen, ob mit den Taucherflaschen und Anzügen noch alles in Ordnung ist.

„Außerdem ist die Aktion einfach mal eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag“, ergänzt TSG-Sprecherin Nicole Kupper. Deswegen habe auch keiner der Taucher gezögert, als die Badleitung auf den Verein zukam. „Wir waren sofort dabei“, so Kupper. Einen gewerblichen Zweck gebe es bei der Aktion nicht, betont sie.

Auch abseits der zweistündigen Putznummer geht die TSG regelmäßig auf den 2,20 Meter tiefen Beckengrund: Wird die Freibadsaison eingeläutet, beginnt für die Sportler das Training unter der Sonne. Ab 19 Uhr geht es immer los – wenn die Besucher das Bad verlassen.

Den Start der Saison können Taucher wie Badleitung natürlich kaum erwarten. Das Wasser hatte dank der Solarheizung zwar schon 22 Grad, aber im Trockenen stimmten die Temperaturen noch nicht. „Es sollte zwei, drei Tage konstant schön bleiben“, so Angelika Lehrich. Ob es nach Pfingsten soweit ist? „Wenn sich das Wetter hält“.