Sturmtief Niklas hinterlässt Spuren in Bottrop

Das Schwimmmeistergebäude am Stenkhoffbad.
Das Schwimmmeistergebäude am Stenkhoffbad.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
25 Mal musste die Feuerwehr ausrücken vor allem wegen umgestürzter Bäume und Schäden an Dächern. Ein Dach am Stenkhoffbad deckt der Sturm ab und das Rathaus Kirchhellen muss schließen

Bottrop..  Sturm Niklas hat auch in unserer Stadt Spuren hinterlassen. Die Auswirkungen waren glücklicherweise nicht mit denen von Pfingststurm Ela vergleichbar, spürbar waren sie bis zum frühen Abend jedoch schon. So musste die Bezirksverwaltungsstelle Kirchellen Dienstagmittag schließen. Der Grund: Die Datenanbindung der Außenstelle der Verwaltung erfolgt über eine Richtfunkstrecke. Der Sturm hatte die Antenne so schwer beschädigt, dass die Bezirksverwaltungsstelle ihren Dienst einstellen musste. Laut Wetterdienst war Niklas mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern unterwegs.

Vom Aus des Nahverkehrs war Bottrop nur bedingt betroffen. Zwar hatte die Deutsche Bahn ihren Betrieb eingestellt, damit fielen die Züge der S 9 aus, doch die Linien, die von der Nordwestbahn bedient werden, fuhren trotz des Unwetters. Allerdings kam es auch dort wegen umgestürzter Bäume immer wieder zu Einschränkungen. Auch bei der Vestischen gab es keine Einschränkungen im Busverkehr, abgesehen von kleineren Unwägbarkeiten. So konnte am Morgen eine Haltestelle an der Hans-Böckler-Straße nicht angefahren werden, weil ein umgestürzter Baum den Weg blockierte. Insgesamt sei es in Bottrop und im Kreis Recklinghausen ruhig gewesen, so das vorläufige Fazit von Sprecher Reimund Kreutzberg.

Schlimmer traf es das Stenkhoffbad. Bereits in der Nacht zum Montag hat der Sturm das Dach des Schwimmmeistergebäudes teilweise abgedeckt, der Unterboden halte jedoch den Regen ab, so Thorsten Albrecht von der städtischen Pressestelle. Auswirkungen auf den Saisonstart im Mai habe der Schaden nicht. Die Stadt werde kurzfristig Angebote zur Reparatur des Daches einholen. Dienstag schon schauten sich Dachdecker den Schaden an. „Das wird mit der Versicherung abgerechnet“, sagt Albrecht.

Die Feuerwehr musste bis zum frühen Nachmittag 25 Mal ausrücken. Vor allem wegen abgeknickter Äste, umgestürzter Bäume und Schäden an Dächern seien die Einsatzkräfte zur Hilfe gerufen worden, so Sprecher Christoph Lang. Relativ häufig sei die Feuerwehr nach Kirchhellen gefahren, auch Eigen und Fuhlenbrock seien betroffen gewesen. Und diesmal seien auch eher Gebäude beschädigt worden, so die Einschätzung der Feuerwehr. Das habe zum einen daran gelegen , dass die Bäume noch kein Laub tragen, zum anderen aber auch daran, dass schon beim Pfingststurm viele tote oder kranke Äste abgebrochen waren. Die Einsätze waren über den gesamten Tag verteilt. „Wir konnten sie ohne zusätzliche Kräfte abarbeiten“, so die glimpfliche Bilanz Langs. Auch freiwillige Kräfte mussten nicht alarmiert werden.

Der Deutsche Wetterdienst stufte die Unwetterwarung schon nachmittags von rot auf orange zurück.