Sturmtief Niklas hält Bottroper Feuerwehr in Atem

Im Stadtteil Fuhlenbrock hat der schwere Sturm sogar eine Baustellenabsperrung  umgeworfen.
Im Stadtteil Fuhlenbrock hat der schwere Sturm sogar eine Baustellenabsperrung umgeworfen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Einsatzkräfte rückten 25 mal aus. Im März besonders viel Regel gefallen. Emscherpegel in Bottrop auf bis zu 3,20 Metern gestiegen

Sturmtief Niklas hat die Feuerwehr auch noch in der Nacht zum Mittwoch in Atem gehalten. 35 Sturmeinsätze zählte Feuerwehrsprecher Christoph Lang damit insgesamt. Wie berichtet waren die Einsatzkräfte bis Dienstagabend 25 mal ausgerückt. In der Nacht habe die Feuerwehr vor allem umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste absägen müssen, Bei Einsätzen in Kirchhellen sei auch die Freiwillige Feuerwehr alarmiert worden.

Gefordert war die Feuerwehr unter anderem noch im Bereich des Flugplatzes, am Schölsbach aber auch an der Gung- und Armeler Straße. Gegen 22 Uhr, so Lang sei dann Ruhe eingekehrt.

Überdurchschnittlich viel Regenfall

Doch nicht nur der Sturm, auch die starken Regenfälle der letzten Tage machen sich im Stadtbild bemerkbar. In den letzten drei Märztagen ist mehr Regen gefallen als im bisherigen, bis zum Unwetter als sehr trocken geltenden Monat, meldet die Emscher Genossenschaft. Die Folge: In der oberen Emscher und am Unterlauf der Lippe sind die Pegel auf Hochwasserniveau gestiegen.

„In Bottrop war die Emscher aber weit weg von einem Übertreten“, so Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft. Durchschnittlich beträgt der Niederschlag im März in der Summe 57 Liter pro Quadratmeter. Wegen der letzten Märztage haben die vier Messstationen im Bottroper Emschergebiet durchschnittlich fast 70 Liter pro Quadratmeter für den Monat gemessen. Davon sind rund 20 Liter allein am 29. März gefallen.

Regen sorgt für höheren Wasserpegel

Das wirkt sich natürlich auch auf die Wasserstände aus: Den Höchststand in Bottrop hat die Emscher in der Nacht vom 31. auf den 1. April erreicht: Der Pegel stieg auf 3,20 Meter. „Von einem Hochwasserpegel würde man in Bottrop-Süd ab 4,67 Metern sprechen“, so Ilias Abawi, „aber auch das wäre nur ein mittleres Hochwasser. Darüber ist noch viel Platz“. Zudem sorge die V-Form der Emscher dafür, dass sich das Wasser umso mehr ausbreiten kann, je höher es steigt. Gefahren drohen darum auch bei gleichbleibenden Niederschlag nicht.