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Stummfilm-Klassiker mit Live-Musik in Bottroper Kulturkirche

13.01.2016 | 18:08 Uhr
Stummfilm-Klassiker mit Live-Musik in Bottroper Kulturkirche
lon Chaney - der Mann mit den 1000 Gesichtern - spielt im Stummfilm von 1925 das Phantom der Oper.Foto: Verleih

Bottrop.  Der melodramatische Gruselstreifen „Das Phantom der Oper“ und die Komödie „Steamboat Bill“ mit Buster Keaton sind jetzt in Heilig Kreuz zu sehen.

Heute ist die Geschichte vom „Phantom der Oper“ zumeist als Musical bekannt. Das war einmal anders. Vor den Vertonungen, von denen Andrew Lloyd-Webbers Version sicherlich die bekannteste ist, gab es rund ein Dutzend Filmadaptionen des Stoffes. Alle basieren aber auf dem Roman des Franzosen Gaston Leroux, der 1911 veröffentlicht wurde - und vielleicht die spannendste, zumindest aber die komplexeste Art ist, in die Geschichte ein zu tauchen.

Jetzt haben sich die 24 Mitglieder der Unternehmervereinigung „Konjungtur“ entschlossen, ein spannendes Kulturprojekt in Heilig Kreuz zu ermöglichen. Am letzten Januarsonntag flimmert dort der Stummfilmklassiker „Das Phantom der Oper“ von 1925 über die historische Rollleinwand. Begleitet wird der Film von Rupert Julien mit dem einst berühmten Lon Chaney als Phantom Erik von dem Niederländer Gijs van Schoonhoven. Der Organist hat sich unter anderem auch spezialisiert auf die Begleitung von Stummfilmen - vor allem in seiner niederländischen Heimat- und dort sogar an großen historischen Instrumenten.

Ausflug in die Frühzeit des Films

Rupert Juliens Arbeit gilt als die berühmteste - zumindest unter den frühen Verfilmungen. Dabei bedient er in gut 100 Minuten nicht nur das Genre Horrorfilm. Vielmehr hat die Geschichte um den entstellten Erik, der in den Katakomben unter der Pariser Oper lebt und sich in eine junge Sängerin verliebt, der er gegen die bis dahin herrschende Diva zum Durchbruch verhelfen möchte, auch eine gehörige Portion Melodramatik. „Danach“ - so Hartmut Leger von „Konjungtur“ - „lässt es sich gut erholen bei einem kleinen Umtrunk mit Snacks.“

Für Kinder und Familien ist zuvor ein anderer Klassiker der Stummfilmzeit vor der imposanten Parabelarchitektur der Heilig Kreuz-Kirche zu sehen. In der Komödie „Steamboat Bill, jr.“ - in Deutschland auch bekannt unter den Titel „Wasser hat keine Balken“ - spielt Buster Keaton den Sohn des alten Dampfschiff-Käpt’ns William Canfield, genannt Steamboat Bill, sen. Der gerät unter gehörigen Druck, als ein Konkurrent ein hochmodernes Schiff auf den Mississippi bringen will. Als Sohn Bill jr. (Buster Keaton), der ohne seinen Vater in Boston aufwuchs, anreist, gerät er in doppelte Schwierigkeiten.

Konkurrenten in der Flussschifffahrt

Dem alten Südstaatler passt der neumodische Aufzug seines Sohnes nicht, den er sich überdies kräftiger und zupackender vorgestellt hat, Und zu allem Überfluss verliebt sich der Sohnemann auch noch in die Tochter des direkten Konkurrenten der Flussschifffahrt.

Es gibt natürlich große Auseinandersetzungen, diverse Slapstickeinlagen, einen Sturm und wilde Szenen, bei denen auch schon mal Häuser zusammenbrechen und Schiffe sinken. Freigegeben ab 0 Jahren: Da ist natürlich ein Happy End zu erwarten. Mit der farbig-untermalenden Musik sicher ein schöner Trip in die filmische Frühzeit.

Sonntag, 31. Januar: „Steamboat Bill“, 17 Uhr (Eintritt frei). „Das Phantom der Oper“, 19.30 Uhr (5 Euro). Kulturkirche Heilig Kreuz, Scharnhölzstraße 37, 46236 Bottrop.

Dirk Aschendorf

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Stummfilm-Klassiker mit Live-Musik in Bottroper Kulturkirche
Stummfilm-Klassiker mit Live-Musik in Bottroper Kulturkirche
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2016-01-13 18:08
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