Stuhlpaten verewigen sich im Hof Jünger

Im Essener Aalto-Theater, Oberhausener Musiktheater oder Bochumer Schauspielhaus ist es längst schon üblich: die Verewigung auf den Theaterstühlen. Wer eine Stuhlpatenschaft übernimmt, tauft den Theatersessel mit seinem eigenen Namen. Jetzt zieht auch der Hof Jünger nach.

Stuhlpatenschaft

„Wie in den großen Häusern gibt es jetzt auch im Haus Jünger Stuhlpaten“, freut sich Hermann Reinbold, Vorsitzender des Bürgervereins Hof Jünger. Da die alten Stühle im Theatersaal „nicht mehr zeitgemäß und noch weniger komfortabel“ gewesen seien, haben Reinbold und der Architekt Hans Biefang ein Konzept erstellt.

„Hundert neue Polsterstühle stehen jetzt im Theatersaal“, sagt Biefang. Schlicht in schwarz, passend zum dunklen Bühnenvorhang. „Die alten Stühle haben wir vor Jahren zusammengesammelt - aus Wohnzimmern, Kneipen, Turnhallen. Bequem waren sie nicht“

Hundert Stuhlpaten suchen Hermann Reinbold und Hans Biefang nun für die neuen Polsterstühle. „Das können Einzelpersonen oder Firmen sein. Jeder, der dem Stuhl seinen Namen geben will“. 35 Exemplare sind schon getauft. Der Name wird auf einem Schildchen am Stuhl verewigt. „Ich persönlich finde die Idee witzig“, sagt Reinbold. Über so eine Stuhlpatenschaft könne man nämlich prima ins Gespräch kommen: „Es ist spannend zu beobachten, wer so alles auf dem Patenstuhl sitzt. Das ist ein schöner Gesprächsaufhänger“.

Probesitzen am Sonntag

Besiegelt wird die Stuhlpatenschaft mit einer Einmalüberweisung von hundert Euro an den Bürgerverein Hof Jünger. Das Geld deckt den Kauf der Stühle. Auf dem Stuhl steht dann: „Stuhlpate/Stuhlpatin Vorname Nachname oder Firmenname“. Achtung: Eine Reservierung für Veranstaltungen auf den eigenen Namen wird durch die Stuhlpatenschaft nicht übernommen.Wer möchte, kann selbstverständlich auch mehrere Patenschaften übernehmen.

Gelegenheit zum Probesitzen gibt es beim Konzert am Sonntag, 12. April: Pianistin Schaghajegh Nosrati gastiert ab 17 Uhr (siehe links).

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