Studentin Lisa Hilbig (23) will etwas für die Umwelt tun

Lisa Hilbig studiert an der Hochschule Ruhr West in Bottrop das Fach Energie- und Umwelttechnik. Hier arbeitet sie gerade im  Chemielabor.
Lisa Hilbig studiert an der Hochschule Ruhr West in Bottrop das Fach Energie- und Umwelttechnik. Hier arbeitet sie gerade im Chemielabor.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Die Bottroperin wählte an der Hochschule Ruhr West das Fach Energie- und Umwelttechnik. Ihre Leidenschaft für Chemie kam ihr dabei entgegen.

Bottrop..  Umweltschutz ist ihr wichtig. Und ihr Studium wird sie fit machen, dazu ganz praktisch etwas beizutragen, sagt Lisa Hilbig. Die 23-Jährige studiert an der Hochschule Ruhr West (HRW) Energie- und Umwelttechnik. Hat sie erst den Abschluss in der Tasche, möchte die engagierte junge Frau ihre Kenntnisse in Sachen Green Tech in ein Unternehmen einbringen, das sich mit regenerativen Energien wie Biogas oder Solarkraft beschäftigt.

In ihrem Studiengang, für den sich gegenwärtig insgesamt 48 junge Leute eingeschrieben haben, gehört Lisa Hilbig zu den Studierenden der ersten Stunde. Energie- und Umwelttechnik ist erst im Wintersemester 2014/15 am Campus Bottrop an den Start gegangen – und die junge Frau, die sich zuvor schon im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen / Energiesysteme eingeschrieben hatte, nutzte sofort die Chance zum Wechsel.

„Ich habe nämlich festgestellt: Wirtschaft ist nichts für mich“, erzählt die Bottroperin. Chemie hingegen schon – „das ist mein Lieblingsfach und auch ein wichtiges Element in meinem Studiengang.“ Dass sie, die einst am Josef-Albers-Gymnasium den Chemie- mit dem Kunst-Leistungskurs kombinierte, eigentlich einmal vorhatte, Design zu studieren (und als Studienort nun wirklich nicht gerade Bottrop im Auge hatte), mag man kaum glauben, wenn man sie heute an der HRW erlebt.

Aber Lisa Hilbig, die Frau mit dem Faible für Cosplay-Kostüme (japanischer Verkleidungstrend), hat eben viele Talente. So ist sie Gründerin und Vorsitzende der Fachschaft Eins. „Wenn Studierende Fragen haben oder sich informieren wollen, können sie zu uns kommen“, erklärt sie.

Auch für Probleme, etwa im Studiengang oder mit einem Professor, haben die zehn Studierendenvertreter immer offene Ohren. Und dann stellen sie noch Veranstaltungen für die Kommilitonen auf die Beine – wie Weihnachtsfeiern, Sommerpartys oder Ausflüge. „Die Kneipentour durch Bottrop kommt immer gut an“, berichtet Lisa Hilbig. Der Fachschaftsraum befindet sich über der Mensa in der ersten Etage. Dort gibt’s auch Getränke und Spiele für die Entspannung zwischen den Hochschul-Veranstaltungen.

Wohnheim fehlt

Der HRW-Start war von Provisorien gekennzeichnet. „Aber mit dem Hochschul-Neubau ist das Studentenleben besser geworden“, findet die 23-Jährige. Es gibt nun die Mensa, Lernorte wie die Bibliothek, PC-Pools. „Früher sind viele direkt nach den Vorlesungen und Seminaren nach Hause gefahren. Jetzt bleibt man häufig hier.“ Was wiederum zur Folge habe, dass mehr gemeinsam unternommen werde.

Eines fehle noch am Standort: ein Studentenwohnheim. „Meiner Erfahrung nach ist die Wohnungssituation in Bottrop nicht gerade die beste für Studenten“, sagt die 23-Jährige. Es sei schwierig, „eine Wohnung zu finden, die man bezahlen kann oder die geeignet ist für eine Wohngemeinschaft“.