Stolz auf den Wandel der Innenstadt

Ursula Dickmann vom Planungsamt der Stadt Bottrop erläutert hier das Vorhaben an der Gladbecker Straße.
Ursula Dickmann vom Planungsamt der Stadt Bottrop erläutert hier das Vorhaben an der Gladbecker Straße.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Fest der Stadterneuerung boten die Veranstalter eine historische Führung durch die Stadt an. Außerdem wurde der Gambrinus offiziell enthüllt.

Bottrop..  „Für Fuhrwerk verboten“ - wer vom Rathaus aus durch den alten Torbogen an der Gladbecker Straße läuft, kann die Steingravur noch heute lesen. Grund dafür: bis in die 70er Jahre fuhr die Straßenbahn nach Gladbeck durch die heutige Fußgängerzone.

Im Rahmen des Festes zur Stadterneuerung boten die Veranstalter eine Führung durch die Innenstadt an, bei der viele historische und moderne Umbrüche von der Gladbecker Straße bis zum Berliner Platz angesprochen wurden.

Interessiert an den Veränderungen zeigte sich Teilnehmer Swen Wagner. „Ich bin damals als Student nach Bottrop gezogen und habe schon so manche Veränderung im Stadtkern miterlebt. Es interessiert mich sehr, wo welche Erneuerung stattgefunden hat und natürlich, welche Veränderungen noch anstehen.“

Wichtiges Thema auch hier die Fußgängerzone und das städtische Sorgenkind Trapez. „Im Zuge der urbanen Ortsgestaltung wurde das Trapez in den 70er Jahren als eine Art Platz für Märkte gebaut“, erklärten Henrik Reiter vom Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung und sein Kollege von der Stadt, Thomas Schwarzer. „Seit Jahren ist eine Umgestaltung geplant, Ende des Jahres geht es endlich los.“

Die Tiefgarage unter dem Innenhof und die vielen Eigentümer hatten die Umsetzung erschwert. „Die Statik war hier ein großes Problem. Durch die Garage können wir nicht mit schweren Maschinen das Pflaster erneuern, wie es normalerweise üblich ist“, so Reiter weiter. „Doch jetzt steht der Plan. Der Platz wird grüner, das Wasserspiel wird abgerissen und andere Spielgeräte werden kommen.“

Die kleine Gruppe zog danach noch weiter zum Gelände der Trappe, sowie auf den ZOB und den Berliner Platz. „Vom Rathaus bis zur Post lag das Regierungsviertel“, erklärte Schwarzer. Der Berliner Platz hieß dabei früher „Trappenkamp“ und war der zentrale Platz für Veranstaltungen, bis er nach dem zweiten Weltkrieg zum Marktplatz umfunktioniert wurde. Besonders stolz ist die Stadterneuerung auch auf den ZOB. „Wir wollen das Stadtbild attraktiv und belebbar halten“, so Reiter.

Doch auch die Hauptverkehrsstraße war lange ein besonderer Fall. „Es musste eine große Veränderung her, denn man wollte den Norden der Innenstadt besser anbinden“, so Schwarzer mit Blick auf Gladbecker und Kirchhellener Straße. „Vorher war die Stadt durch die Innenstadtachse quasi in zwei geteilt, weshalb die Straße verschmälert wurde.“ So ist mittlerweile ein einheitliches Stadtbild entstanden. Reiter: „Wir haben noch unglaublich viel in Planung doch schon jetzt sind wir stolz auf die Veränderungen.“

Gambrinus prostet ab jetzt der Gastro-Meile zu

Das Fest der Stadterneuerung in der Fußgängerzone an der Gladbecker Straße fuhr mit einem bunten Mix auf; allerlei Attraktionen für die Kleinen wie Kinderschminken, ein kleines Karussel aber auch leckere Smoothies und Würstchen luden die Bürger ein, sich an den Informationsständen der Stadt ein Bild über die laufende Erneuerung der geplanten „Gastro-Meile“ zu machen. Die Entwürfe der Stadt zur Gestaltung der Meile wurden von den Besuchern gründlich untersucht. Verbesserungsvorschläge und Anregungen wie die Forderung nach mehr Kontrollen und mehr Grünflächen fanden bei den Mitarbeitern Gehör.

Doch das war noch nicht alles. Im Rahmen des Festes stand auch die große Enthüllung der traditionsreichen Gambrinus-Statue auf der Agenda. Oberbürgermeister Bernd Tischler ließ es sich nicht nehmen, mit den Kollegen der IG Gladbecker Straße das frisch restaurierte Abbild des Bierpatrons zu enthüllen. Nun thront der Sagenkönig auf seinem Sockel am Eingang der Fußgängerzone Gladbecker Straße vor dem Haus des Handwerks und prostet der entstehenden „Gastro-Meile“ zu.