Stipendien wirken wie Motivationsspritzen

Bei der Stipendienvergabe an der Hochschule Ruhr West auf dem Campus Bottrop (v. li.) Dr. Holger Kramer (Acando), Heinz Lison (HRW-Förderverein und Student Florian Kohnen.
Bei der Stipendienvergabe an der Hochschule Ruhr West auf dem Campus Bottrop (v. li.) Dr. Holger Kramer (Acando), Heinz Lison (HRW-Förderverein und Student Florian Kohnen.
Foto: W. Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Förderverein, Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen unterstützen 25 Studierende derHochschule Ruhr West.

Bottrop..  Ein Stipendium zu bekommen hilft Studierenden nicht nur dabei, sich ohne große Geldsorgen auf ihr Fach zu konzentrieren. Es ist auch eine Wertschätzung für die eigene Leistung und motiviert zu weiterem Engagement, erzählte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre Prof. Susanne Staude bei der nun 7. Stipendienverleihung der Hochschule Ruhr West von ihren eigenen Studienerfahrungen. 25 solcher Motivationsspritzen vergaben der HRW-Förderverein, Firmen, Stiftungen und Privatpersonen an junge Talente. Um ein Stipendium beworben hatten sich diesmal 90 Studierende.

Der Bottroper Florian Kohnen gehört zu denen, die mit ihrer Bewerbung erfolgreich waren. Der Energieinformatik-Student, der an seiner Bachelor-Arbeit schreibt und dann seinen Master machen möchte, wird unterstützt vom IT- und Management-Beratungsunternehmen Acando. Das vergibt zum ersten Mal ein Stipendium, verrät Dr. Holger Kramer vom Unternehmensstandort Düsseldorf/Ratingen. Und zwar, „um zukünftigen Nachwuchs zu rekrutieren. Und um Studierenden die Chance zu geben, den praktischen Teil abzudecken und in echte Projekte hineinzuschauen.“ Wobei Florian Kohnen tatsächlich richtig bei Acando mitarbeiten wird, denn sein Stipendium wurde noch ergänzt um eine Werkstudententätigkeit. „Dieses Stipendium bietet mir eine Riesenchance, Kontakte zu knüpfen und in realen Projekten umzusetzen, was in der Theorie vermittelt wird“, freut sich der 23-Jährige. Und: „Dieses Stipendium ist für mich eine wichtige Auszeichnung, die Selbstbewusstsein verleiht für künftige Herausforderungen.“

Fachkräfte in der Region halten

Stipendiaten erhalten 3600 Euro

Firmenstipendien sollen u.a. genau dies leisten: Dass früh Kontakte geknüpft werden können zwischen Unternehmen und Studierenden. Zum Vorteil für beide Seiten, schließlich sind die Studierenden von heute die Fachkräfte auf der Suche nach Arbeitsplätzen von morgen. „Durch die frühe Bindung an die Unternehmen hoffen wir, dass wir die Guten auch hier in der Region behalten“, sagte Prof. Susanne Staude bei der Übergabe der Förderurkunden auf dem Campus Bottrop.

Von den 17 Firmenstipendien, die neben acht Deutschlandstipendien vergeben wurden, waren zehn gar nicht neu ausgeschrieben worden, berichtete Heinz Lison, Vorsitzender des HRW-Fördervereins. In diesen Fällen wurde eine schon früher gewährte Förderung für Studierende von den Unternehmen noch einmal verlängert. Lison: „Das ist ein Kompliment an die Stipendiaten – und an die Hochschule.“