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Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger

21.09.2012 | 10:32 Uhr
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
Ein Plakat und die entsprechenden T-Shirts sollten der Forderung der Bürgerinitiative bei der Übergabe der Unterschriften Nachdruck verleihenFoto: Labus

Mehr als 15 000 Unterschriften überreicht die Initiative zur Rettung des Freibades an Oberbürgermeister Tischler. Die Vorbereitungen für ein Bürgerbegehren laufen, denn ohne wird das Bad wohl nicht zu retten sein, fürchtet die Initiative.

Zwei prall gefüllte Aktenordner trugen die Mitglieder der Bürgerinitiative zur Rettung des Stenkhoffbades unter den Armen. Der Inhalt: die Listen mit den Unterschriften all derer, die sich für den Erhalt des Bades einsetzen. 15 432 Unterschriften – diese Zahl hielten sie begeistert in die Kameras der Fotografen, diese Zahl pappt auch auf den Ordnerdeckeln. Gestern trafen sich Vertreter der Initiative mit Oberbürgermeister Bernd Tischer im Rathaus, um ihm die Unterschriften zu überreichen.

Ein Signal an den Rat der Stadt

DKP-Ratsherr Michael Gerber, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative, nannte die Unterschriftensammlung ein „eindrucksvolles Signal.“ Gleichzeitig urteilte er: „Es ist eine Enttäuschung, dass sich der Hauptausschuss von diesen Unterschriften nicht überzeugen ließ.“ Zur Erinnerung: In der Sitzung am Dienstag hatten die Mitglieder des Hauptausschusses beschlossen, den Zuschuss in Höhe von 190 000 Euro für das Bottroper Freibad zu streichen. Gleichzeitig ließen die Vertreter ein Schlupfloch offen: Sollten die 190 000 Euro auf andere Weise aufgebracht werden, etwa durch einen Förderverein, Vereine oder Sponsoren, bleibe das Bad erhalten. Daran erinnerte auch Oberbürgermeister Bernd Tischler die Vertreter der Initiative. Der Beschluss des Hauptausschusses sei noch nicht das Aus für das Stenkhoffbad.

Wolfgang Beyer forderte, dass die Stadt als Träger des Bades in der Verantwortung bleiben müsse. Seinen Vorwurf, die Stadt spare auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, wies der Oberbürgermeister zurück. Es gehe bei den Sparanstrengungen eben darum, den Kindern keinen Schuldenberg zu hinterlassen. Auch den Einwand, dass die Zahl der Kinder, die nicht schwimmen könnten, immer weiter ansteige, ließ Tischler nicht gelten. Er verwies auf die Bottroper Hallenbäder und die Verantwortung der Schulen, diese für den Schwimmunterricht zu nutzen. Michael Gerber machte noch einmal deutlich, dass die Bürgerinitiative ein Bürgerbegehren anstrebt, sollte der Rat in seiner Sitzung am Dienstag die Streichung des Zuschusses beschließen. „Das ist die letzte Chance des Rates, das Bürgerbegehren zu verhindern.“

Bianka Kolbinger von der Bürgerinitiative fürchtet jedenfalls schon jetzt, dass sich der Rat von den Unterschriften nicht beeindrucken lassen wird. „Es ist ein Zeichen, wir wollen die Politiker auffordern, sich einen Ruck zu geben. Aber letztlich glaube ich, dass es das Bürgerbegehren braucht. Die Ampeln dafür stehen auf Grün.“

Matthias Düngelhoff



Kommentare
23.09.2012
14:53
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von meckern | #4

Einmal mehr zeigt sich, dass sich der Rat und die Verwaltung der Stadt Bottrop einen Dreck um die Meinung der Bürger schert.

Für diese Bürgervertreter und ihre Parteivasallen in der Stadtverwaltung gilt nur eins: „ Wir müssen mit aller Gewalt an der Macht bleiben, unsere Parteiführung nicht enttäuschen und uns auf Kosten der Bürger die Taschen füllen. Das alles Soziales und Christliches.

@ bkb2001

Hoffentlich wird die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger immer geringer, die sich vom Rat und der Verwaltung auf der Nase herumtanzen lassen und einmal die A…backen zusammenkneifen und sich gegen die Obrigkeitswillkür wehren.

Menschen mit ihrer Einstellung werden sich immer nur ducken und alles Gottgegeben hinnehmen.

@ stesocom

Herr Soppe, sie deklarieren immer eine sozialausgerichtete Meinung, zeigen aber hier, dass ihnen die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt, die finanziell schlecht gestellt sind und auf das Bad angewiesen sind, leicht egal sind. Ob oder wann es ein Naturschwi

1 Antwort
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von stesocom | #4-1

Lassen wir einmal die Kirche doch bitte im Dorf. Menschen mit geringerem Einkommen sind sicher nicht auf das Stenkhoffbad angewiesen. Die haben ganz andere Probleme, um Tag ein Tag aus überhaupt über die Runden zu kommen. Das ich für die Schließung des Bades bin, hängt einzig und allein mit der Tatsache zusammen, dass bei einer Nichtschließung ohne ausgeglichenem Wirtschaftsplan andere Bereich noch stärkere Einsparungen zu verkraften haben müssen, oder gar völlig aufgelöst werden. Wie Sie ohne weitres lesen konnten (s.u.), habe ich doch einen vernünftigen Vorschlag gemacht, wie man - wenn man es will - den Laden retten kann. Dann müssen sich auch einige Ratsleute mehr engagieren und beim Stadtrat durchsetzen. Ich als "parteiloser Querdenker" vermag das nicht. Ich kann nur durch Worte - also durch Argumente - versuchen, unsere sog. Politiker auf die rechte Spur zu bringen. Nicht mehr aber auch nicht weniger, gell...

Stefan Soppe

21.09.2012
13:55
Die Rettung wäre ja so einfach, doch die Kreativität fehlt!!!
von stesocom | #3

Gebetsmühlenartig erkläre ich immer und immer wieder , dass die Stadt Bottrop sich ohne triftigen Grund einen Technischen Beigeordneten leistet!!!
Norbert Höving (CDU) kostet den Steuerzahler jährlich ca. 130000,00, ! Diese Position könnte ohne weiteres wegfallen und von den Baudezernat vollständig übernommen werden. Durch eine Erhöhung der Eintrittspreise und Teilprivatisierung wäre das Bad tatsächlich dann gerettet! Kreativität ist also gefragt.....
Ich persönlich bin nicht für die Rettung, sondern für die Einsparung der Gelder zur Konsolidierung des Stadthaushaltes. Wenn man das Bad rettet müssen u.U. andere, wichtige soziale Projekte gestrichen werden. Das ist mir das nicht Wert; insbesondere wenn man bedenkt, dass in gut 3 Jahren in Kirchhellen ein Naturschwimmareal entsteht bzw. entstehen soll! Doch das ist nur meine Meinung. Es gibt also eine kreative Rettungsmethode! Die, die es so wollen, sollten diesen Rettungsweg beschreiten!

Stefan Soppe

2 Antworten
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von Wittmich | #3-1

So hat jeder seine Meinung Herr Soppe,aber haben sie auch bedacht wie die Leute
ins Naturschwimmbad kommen sollen! Dieses Bad wird mit Sicherheit nicht im Zentrum
liegen. Und nicht jeder hat die Möglichkeit(Zeit,Geld u.s.w.) dort hin zukommen. Das
Stenkhoffbad liegt doch hier recht nah

Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von stesocom | #3-2

@ Wittmich

Wie beim Freizeitpark "Movie World" werden sicher Busse eingesetzt. Im Übrigen:" Wie kommen denn z.B. Feldhausener zum Stenkhoffbad? Nun gut...Sie sind der Ansicht, dass das Bad erhalten bleiben soll. Dann müssen Sie sich vehement auch persönlich dafür einbringen. Erklären Sie Herrn Oberbürgermeister Tischler (SPD) Ihre Position und setzten Sie die Betonung, dass man zur Finanzierung meine obige Anregung aufgreifen sollte. Ich habe mittlerweile schon 3 Mal persönlich versucht, die Verwaltung und den Oberbürgermeister von neuen, kreativen Finanzierungswegen einiger Projekte - darunter auch das Stenkhoffbad - zu überzeugen. Leider fiel das nicht auf fruchtbaren Boden. Im Gegenteil! Man möchte nur sparen, ohne die in den Augen von Politikern und Verwaltung wohl "dummen" Vorschlägen der Bürger unserer Stadt mit einzubeziehen. Gelebte Demokratie sieht anderes aus. Einfach nur schlimm und für mich inzwischen desillusioniert !

Stefan Soppe

21.09.2012
12:11
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von frajole | #2

Ich würde sagen, ca. 90% der Bürger die Unterschreiben bzw. gegen eine Schliessung sind, waren noch nie dort schwimmen. Also nicht nur unterschreiben, sondern wenn
geöffnet ist, auch öfter hingehen, dann rechnet es sich auch.

1 Antwort
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von Wittmich | #2-1

Es liegt mit großer Sicherheit daran,das es Leute geben soll,die sich auch für die
Intressen und Belage der"MITBÜRGER" einlassen und keine Egoisten sind!!!!!

21.09.2012
11:56
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von bkb2001 | #1

Dieser sogenannte Bürgerinitiative ist doch gar nicht an einer anderen Lösung gelegen. Das Ganze ist doch von Anfang an auf ein Bürgerbegehren angelegt. Ich hoffe, dass Bottrops Bürger das durchsichtige Verhalten der DKP abstrafen und keine Unterschrift für ein Bürgerbegehren leisten.

1 Antwort
Stenkhoffbad mobilisiert die Bürger
von Wittmich | #1-1

Ich möchte nicht wissen,wer dich für diesen Mist,den Du da von dir gibst bezahlt.
Ohne die DKP würden viele Sachen hier nicht so laufen,wie sie sind, Denk mal,wenn Du so alt sein solltest wie Du dich gibst,an die ganzen Preisstoppaktionen. Wer hat diese
und andere Aktionen denn gemacht??.Und solche wie Du haben es dankend angenommen. Und heute lassen sie sich vor den politischen Karren spannen,weil es eben diese Leute nicht schaffen,eine eigene Meinung haben..

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