Startklar für den Stadtumbau

Der Fahrplan steht, die Fördermittel stehen bereit oder sind in Aussicht gestellt, jetzt fehlt nur noch der Ratsbeschluss. „Der Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung steht in den Startlöchern. Wenn der Ratsbeschluss Anfang März kommt, können wir im Sommer loslegen“, sagt Stadt-Sprecher Andreas Pläsken. Das Paket „Stadtumbauprogramm 2014“ für die Innenstadt umfasst Mittel in Höhe von 3,25 Millionen Euro. 90 Prozent davon sind Fördermittel, die bis 2018 fließen sollen.

Ohne diese hohe Förderquote hätte die Stadt das Programm kaum stemmen können. Dass es diese hohe Quote gibt, ist erneut eine Folgewirkung der „Innovation City“. Das Pilotgebiet ist nämlich im Jahr 2012 auf die Innenstadt erweitert worden. Folge: „Wegen der besonderen landespolitischen Bedeutung des Projektes Innovation City Ruhr und des Alleinstellungsmerkmals der Stadt als Pilotkommune erhält die Gesamtmaßnahme eine Förderquote in Höhe von 90 Prozent.“

Vier Fördermaßnahmen sind im Paket enthalten: Das Haus- und Hofflächenprogramm fördert Maßnahmen fördert Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung und Energieeffizienz und wird aus Sicht der Stadt erfreulich stark nachgefragt; das Projekt- und Quartiersmanagement wird nach Schätzung der Stadt im April in Auftrag gegeben werden; für die Förderung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sind schon 37 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro eingegangen; knapp 1,25 Millionen Euro stehen schließlich zur Verfügung für die Umgestaltung der Fußgängerzone Gladbecker Straße. Sie soll dafür sorgen, dass nach den Verbesserungen in der Osterfelder Straße und der südlichen Innenstadt jetzt auch der Norden der Fußgängerzone aufgewertet wird.

Dabei soll die Gladbecker Straße mit Blick auf die im Wortsinn nahe liegende neue Hochschule Ruhr West als „Tor zur Innenstadt“ neu aufgestellt werden. Private Investoren haben hier schon einiges vorgelegt und ihren Teil dazu beigetragen, dass die Gladbecker Straße zunehmend als „Gastro-Meile“ wahrgenommen wird. Als Beitrag zur Innovation City soll und als Ergänzung dieser Investitionen soll eine Begrünung mit einheimischen Laubbäumen die Ökobilanz verbessern und als sehr erwünschter Nebeneffekt für mehr Aufenthaltsqualität sorgen . Außerdem wird darüber nachgedacht, an verschiedenen Stellen der Gladbecker Straße Versuchsflächen mit so genannten „Öko-Pflastern“ einzurichten.