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Innovation City

Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln

07.09.2012 | 17:09 Uhr
Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln
Masterplan für die Innvation City: Dr. Michael Denkel (AS&P), Prof. Albert Speer, Geschäftsführer Burkhard Drescher und Oberbürgermeister Bernd Tischler (von links).Foto: Winfried Labus

Bottrop.   Das renommierte Planungsbüro Albert Speer & Partner schreibt eine Betriebsanleitung für das Bottroper Zukunftsprojekt und anschließend für andere Städte in der Welt, wie man „Innovation City“ macht. Es formulierte schon Konzepte für die Kölner Innenstadt oder die Expo 2000 oder für Bewerbungen zu Fußballweltmeisterschaften.

„Bottrop schreibt ein neues Kapitel in der post-montanen Energiegeschichte.“ Der Satz hat Gewicht, Glaubwürdigkeit erhält er durch seinen Autoren, Prof. Albert Speer. Dessen Frankfurter Planungsbüro AS&P sammelt seit 50 Jahren Erfahrung mit der Entwicklung von Städten. Weltweit.

Das Büro hat als Sieger eines europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs jetzt den Auftrag von „Innovation City Ruhr“ bekommen, das Bottroper Zukunftsprojekt exakt zu analysieren . Und nachdem es rund 200 Konferenzen, Ideensammlungen mit Bürgern und Immobilienbesitzern sowie Abstimmungen mit Partnern aus der Wirtschaft über die Bühne gebracht hat, wird AS&P einen „Masterplan“, eine Art Betriebsanleitung für die Macher von Innovation City verfassen. Darin steht, wie die 100 einzelnen lokalen Innovation-City-Projekte am besten gesteuert und vorangetrieben werden, damit 2020 der Energieverbrauch im Pilotgebiet tatsächlich halbiert ist. 18 Monate Zeit hat sich AS&P gegeben, diesen Masterplan zu entwickeln. Es ist nicht der erste, den das Planungsbüro schreibt. Es formulierte Masterpläne für die Kölner Innenstadt oder die Expo 2000 oder für Bewerbungen zu Fußballweltmeisterschaften . . .

Handbuch für Nachahmer

Albert Speer.Foto: Labus

Doch was sich dann abspielt, geht weit über die Grenzen Bottrops hinaus. Speer: „Der energetische Umbau einer bestehenden Stadt erzeugt ein Wissen, das es noch nicht gibt, das aber weltweit gefragt ist. Deshalb werden wir aus dem Masterplan heraus ein Handbuch entwickeln, das genau beschreibt, welche Schritte nötig sind, um einen solchen Umbau auch andernorts zu verwirklichen.“

Obwohl das Büro Albert Speer & Partner 120 Mitarbeiter beschäftigt, wird es für die gestellte Aufgabe weitere Unterstützer brauchen. Es fand sie in dem Kirchhellener Landschafts- und Umweltplaner Drecker, dem Kommunikations- und Marketing-Büro Conlab (Düsseldorf) und dem Ingenieur- und Planungsbüro Gertec (Essen).

Hätte die Innovation City Management GmbH das Projekt aus eigener Kraft nicht stemmen können? Ihr Chef, Burkhard Drescher, beantwortet diese Frage so: „Wir wären ja dumm, wenn wir nicht alle Erfahrungen einsetzen würden, die greifbar sind.“

1,4 Millionen Euro lässt sich die Gesellschaft den Masterplan kosten. Das Geld stammt von ihren Partnern aus der Industrie und zu 40 Prozent aus einem Landeszuschuss. Die Stadt steuert nichts bei. „Kann sie auch nicht“, sagt OB Bernd Tischler. Der hält seine Begeisterung über die Entwicklung nicht zurück: „Das gibt es noch nicht in der Bundesrepublik.“

Michael Friese

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Kommentare
17.12.2012
20:13
Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln
von noergler2012 | #5

Und? Was haben die Herrschaften bisher geleistet, außer Geld zu kosten?

10.09.2012
12:51
Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln
von Siemens8 | #4

Das ist nun die Speer-Spitze.
1,4 Million Euro für einen Schriftführer, der ein Protoll schreiben soll.
Im Rahmen von Innovation City Bottrop bekomme ich weder für Geld und noch für gute Worte einen Fernwärme-Anschluss ins Haus.
Neben den sinnfreien Fahrrad-Leih-Stationen wird hier, hoffentlich schadstoffarm, Geld verbrannt.

09.09.2012
12:03
Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln
von Juelicher | #3

Ich bin heute noch froh, dass dieser teure Schwachsinn an unserer Region (GE/Herten) vorbeigegangen ist. Ausgerechnet in einer relativ finanzschwachen Region ein derart teures Projekt anzuleiern, dass viele Menschen hier wirtschaftlich garnicht schultern können, weil Klimaschutz immer extrem teuer ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wo sollen eigentlich die vielen Fachhandwerker herkommen, die in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit den Umbau eines kompletten 70.000 Einwohner Stadtbezirks vornehmen können. Wobei kommt das Kapital in Milliardenhöhe! Wieviele Hausbesitzer und auch Mieter haben überhaupt das Geld, um die Sanierung der Gebäude zu finanzieren?

09.09.2012
11:29
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.09.2012
10:21
Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln
von nocheindirk | #1

Diese Pamflee was das Planungsbüro austellen wird, wird wohl mehr als 1,4 Millionen Euro kosten. Dafür sind die ganzen Planungsbüros die da mitmischen viel zu teuer als das das Geld ausreicht.
Dazu würde mich mal interessieren ob den einer dieser Planer mal vorhat die zu befragen die unter dem Plan leiden werden, nämlich die Hausbesitzer und Mieter. Für viele ist nun mal eine Sanierung des Hauses nicht zu finanzieren. Und was dann? Eine ganze Strasse von sanierten bunten Häusern, und immer mal mittendrin Häuser mit alter grauer Fassade? Sind diese Leute dann Spalter oder Habenichts? Innovation City ist doch schon mal an die Wand gefahren worden, wird es jetzt besser?

1 Antwort
Stadtplaner Albert Speer soll einen Masterplan für Bottrop entwickeln
von zauberlehrer | #1-1

Haben wir so etwas ähnliches nicht schon mal gehabt ?
Mit etwas anderen vorzeichen aber der Schock sitzt noch tief , also wachsam bleiben !

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