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Geschichte

Stadtarchiv plant Straßenbahn-Ausstellung

30.12.2015 | 09:00 Uhr
Stadtarchiv plant Straßenbahn-Ausstellung
Heike Biskup vom Stadtarchiv - hier mit dem letzten Fahrplan der alten Straßenbahn - und Klaus Giese suchen privates Material für die kommende Straßenbahnausstellung.Foto: Jörg Schimmel

Bottrop.   Vor 40 Jahren wurde die Linie 17 zwischen Bottrop und Gladbeck eingestellt. Bürger können sich mit Exponaten aus ihrem Besitz an der Schau im Kultutzentrum beteiligen

„Auf Schienen zur Schicht“: Der Name ist nur Programm des neuen Buches, mit dem Klaus Giesen die Geschichte der Straßenbahn in Bottrop aufarbeitet. Unter dieses Motto stellt das Stadtarchiv auch seine nächste Ausstellung, die im Herbst im Kulturzentrum zu sehen sein wird. Damit erinnert das Archiv an die letzte Bottroper Straßenbahnlinie, die vor 40 Jahren ihren Dienst einstellte.

Auch diese Schau, in der es um die enge Verbindung der Industrie und vor allem des Bergbaus mit der Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs geht, soll wieder zu großen Teilen mit Hilfe der Bottroper Bürgerinnen und Bürger entstehen.

Die sind aufgerufen, persönliche Erinnerungen in Form von Fotos aber auch Utensilien, wie historische Fahrausweise, Fahrpläne, Uniformen oder anderes Dienstzubehör bei zu steuern, das früher zur Ausstattung der Mitarbeiter der „Vestischen“ gehörte. Stadtarchivarin Heike Biskup denkt da vor allem auch an die Schaffnerinnen, die in Krieg und Nachkriegszeit auf den Wagen Dienst tun mussten, weil die meisten Männer an der Front oder in Gefangenschaft waren. „Wir haben viele offizielle Fotografien oder Ansichtskarten von Stadtpartien mit Bussen und Straßenbahnen oder neu angeschafften Wagen“, sagt Biskup.

Aber Alltagsszenen, in denen die Straßenbahn eine Rolle spiele, seien in der städtischen Sammlung eher unterrepräsentiert, so die Stadtarchivarin.

Auch Klaus Giesen, einer der profunden Kenner der Straßenbahnhistorie - und das nicht nur aus Bottroper Sicht - wird natürlich Exponate beisteuern. Zum Beispiel Modelle oder einen alten „Galoppwechsler“ aus einer Sammlung., die Ledertasche mit den Münzröhren, die die Schaffner in den Wagen mitführten, wenn sie dort die Fahrkarten direkt an die Kunden verkauften. „Falls Bürger Bilder oder Stücke haben sollten, die für die Geschichte des Schienennahverkehrs wichtig sind, besteht sogar noch die Möglichkeit, diese Aspekte in dem ansonsten bereits fertig konzipierten Buch unterzubringen“, so Giesen.

Wer Dinge zur Bottroper Straßenbahngeschichte hat, kann sich ab Montag. 4. Januar im Stadtarchiv, Blumenstraße 12-14, oder unter 70 37 55 melden.

Dirk Aschendorf

Kommentare
30.12.2015
09:59
Stadtarchiv plant Straßenbahn-Ausstellung
von Wallace | #1

Wenn der Straßenbahnbetrieb 1976 eingestellt wurde ist das "erst" knapp 40 Jahre her.

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2015-12-30 09:00
Bottrop