Sportfans fiebern Revier-Marathon entgegen

Die meisten Läufer greifen zu, wenn ihnen die vielen Helfer an den Verpflegungsstellen Getränke und Obst oder auch feuchte Schwämme anreichen.
Die meisten Läufer greifen zu, wenn ihnen die vielen Helfer an den Verpflegungsstellen Getränke und Obst oder auch feuchte Schwämme anreichen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Über hundert Helfer kümmern sich um die Verpflegung der Läufer. Kolpingsfamilien und IG BCE-Mitglieder betreuen Zuschauer-Treffpunkte. Samba-Gruppen tanzen.

Bottrop..  Winfried Döing liebt Marathon. Früher war er selbst ein begeisterter Läufer. Am Sonntag wird er sich an der Oskarstraße postieren. Dort nimmt der 58-Jährige beim Revier-Marathon die Läufer in Empfang, die nach gut 21 Kilometern auf ihrer Laufstrecke die Stadtgrenze zwischen Essen und Bottrop passieren. „Da werden sich die guten Läufer schon vom Hauptfeld abgesetzt haben“, schätzt er. Auch Oberbürgermeister Bernd Tischler ist übrigens wieder in der Starterliste zu finden, und der Bottroper Ex-Fußballprofi Willi Landgraf läuft für die Staffel des FC Schalke 04.

Mit seinem Handy hält Döing die Helferinnen und Helfer an den Bottroper Verpflegungsstellen und die beiden Fan-Lagern entlang der Laufstrecke durch Bottrop auf dem Laufenden. Mit Wasser, isotonischen Getränken und Obst halten dort viele Mitglieder der Kolpingsfamilien die Läuferinnen und Läufer bei Kräften. Auch feuchte Schwämme reichen sie ihnen an, damit die Marathonis sich damit etwas erfrischen können.

„Um die 110 Helferinnen und Helfer werden im Einsatz sein“, berichtet Döing. Der 58-Jährige gehört dem Organisationsteam der Kolpingfamilie und der Boyer Kirchengemeinde St. Johannes an, das auch diesmal wieder alle örtlichen Verpflegungsstellen für den Revier-Marathon betreut. Neben den Mitgliedern der Kolpingsfamilien Boy, Mitte, Eigen und Fuhlenbrock kommen auch Helfer aus dem Kinderkeller St. Antonius und aus dem Matthiashaus in Ebel dazu.

Zwei Anlaufstellen für Zuschauer bieten Programm

Außer an den Verpflegungsstellen sind die Kolpingsfamilien auch als Fans unterwegs. Auf dem Parkplatz des Möbelhauses Ostermann an der Ruhrölstraße richten sie einen der beiden örtlichen Fan-Points ein. „Da wollen wir gemeinsam die Läufer anfeuern“, sagt Winfried Döing. „Wer sich uns da noch so alles anschließt, wissen wir nicht, aber mit bis zu 200 Zuschauern ist wohl zu rechnen“, meint der 58-Jährige. Zwischen 11 Uhr und 14 Uhr werden die Läufer dort entlang kommen.

Um den zweiten Fan-Point in der Welheimer Mark an der Ecke zum Spreckenbruch kümmern sich wiederum die Mitglieder der IG Bergbau, Chemie, Energie. In der Welheimer Mark erwarten die Marathon-Fans die Läuferinnen und Läufer zwischen 10.45 Uhr und 13.30 Uhr. Auch die Samba-Tanzgruppe „Circulo Tambore“ soll das Publikum dort bei Laune halten.

Laufstrecke für Autoverkehr gesperrt

Beim Marathon verlaufen die Kilometer 21 bis 29 der Strecke durch die Stadt. Zuschauer können die Marathonläufer, die Staffeln und die Teilnehmer des Schulmarathons zwischen 10.30 Uhr und 14.45 Uhr anfeuern. Der Halbmarathon führt nicht durch Bottrop. Anwohner müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen. So wird die gesamte Laufstrecke (siehe Infobox „Hier entlang . . .“) am Sonntag bis 18 Uhr gesperrt. Das Halteverbot gilt ab Samstag um 22 Uhr. Außerdem werden alle Querstraßen, die auf die Marathonstrecke stoßen, als Sackgassen ausgewiesen. Im Notfall können Rettungsdienste und Feuerwehrautos die gesperrten Straßen selbstverständlich befahren.

Busse der Vestischen fahren nicht jede Haltelle an

Die Einhaltung der Halteverbote wird schon ab Samstagabend und während der Nacht zum Sonntag kontrolliert. Auf den Laufstrecken abgestellte Fahrzeuge lässt die Stadt abschleppen. Die Kosten müssten dann die Fahrzeughalter tragen.Die Vestische muss für die Dauer des Marathons am Sonntag, 17. Mai, von früh morgens bis gegen 16 Uhr einige ihrer Linien einstellen oder umleiten.
1. Die Linie 260 wird in Boy bis 16 Uhr eingestellt, weil sie auf dem Marathonkurs verläuft. Die Busse fahren nur vom Berliner Platz bis zum Boyer Markt.
2. Die Linie 261 endet am Hauptbahnhof. Denn die Busse können nicht bis zur Bergbaustraße fahren.
3. Mit der Linie 263 kommen Fahrgäste nur bis zur Haltestelle Johannes-/Prosperstraße“.
4. Die Linie 266 fährt nur bis zur Haltestelle „Borsigweg“.
5. Auf der Linie 268 entfallen sämtliche Haltestellen zwischen „Speckenbruch und „Klopriesstraße“. Letzter Halt ist am „Bahnübergang“.
6. Auch die Linie 294 endet dort. Zusätzlich zu den Haltestellen zwischen „Speckenbruch“ und „Klopriesstraße“ entfallen auch die Haltepunkte bis „Am Kämpchen“.