Spender für kranken Luis (2) aus Bottrop gesucht

Süß ist der kleine Luis Yeboah. Weil der Zweijährige nach einer Gehirnblutung an Epilepsie, Spastiken und einer Sehbehinderung leidet, bitten die Evangelische Kirche Bottrop und die junge, alleinerziehende Mutter nun um Spenden.
Süß ist der kleine Luis Yeboah. Weil der Zweijährige nach einer Gehirnblutung an Epilepsie, Spastiken und einer Sehbehinderung leidet, bitten die Evangelische Kirche Bottrop und die junge, alleinerziehende Mutter nun um Spenden.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Er kann nicht sprechen, sitzen, stehen – und wird es vielleicht nie lernen. Luis (2) erlitt nach der Geburt eine Gehirnblutung, ist Epilektiker. Hoffnung hat seine Mutter dennoch: Akupunktur tut ihm gut. Doch ohne Spenden kann die Alleinerziehende die geplante Therapie nicht bewältigen.

Bottrop.. Luis hat schöne Locken, er ist putzig. Bald funkeln auf seinem Geburtstagskuchen drei Kerzen, im August wird Luis drei Jahre alt. Sitzen oder sehen, das kann er nicht. Stattdessen hat er einen Rollstuhl, eine fürsorgliche Mama und Menschen, die für seine Akupunktur-Therapie spenden.

„Ich male mir gar nicht aus, dass er eines Tages sitzt, läuft oder geht. Aber trotzdem hab’ ich Hoffnung, endlich passiert etwas“, sagt seine Mama Lucy Obiri-Yeboah. Während der Kleine im März zum ersten Mal in seinem Leben mehrere Akupunkturnadeln gesetzt bekam, und dabei keinen Mucks machte, saß die 23-jährige Alleinerziehende in seiner Nähe und konnte endlich mal tief Luft holen – das geschieht seit dem Ende ihrer unkomplizierten Schwangerschaft nicht häufig.

Ein „gesunder“ Junge wird geboren

Luis wird am 11. August 2010 geboren, mit Hilfe einer Saugglocke Weil diese von seinem Kopf „abriss“ und erneut angesetzt werden musste, geht seine Mutter heute davon aus, dass die acht Wochen später festgestellte Hirnblutung eine Folge davon ist. Luis, der als „gesunder“ Junge das Krankenhaus verließ, muss erneut in Krankenhaus, er muss operiert werden und in die Reha. Viel zu oft bekommt die Alleinerziehende zu hören, dass die Behandlung hoffnungslos sei, ihr Sohn sich kaum entwickeln könne.

„Dabei hat man in der Reha gesehen, dass er Potenzial hat. Er kann Sachen. Vorher dachten man sogar, er könne nicht selber kauen“, erinnert sich Yeboah. Ihr Sohn ist blind, er leidet an Epilepsie und an Spastiken. Schulmedizinisch gilt er rasch als „austherapiert“. Doch die 23-Jährige sieht eine Dokumentation über die kleine Alina, die ein ähnliches Krankheitsbild wie Luis hat und die nach kurzer Zeit einer Akupunkturtherapie einen Arm wieder bewegen kann. Also suchen die zwei Alinas Praxis auf, das Naturheilzentrum Bottrop, und starten einen Versuch.

Zuvor keine Erfahrung mit Akupunktur

„Nach der ersten Behandlung war Luis ruhiger, ausgeglichener. Er konnte sich ein bisschen mehr auf mich konzentrieren und besser zuhören“, erzählt Obiri-Yeboah hoffnungsvoll, die zuvor keine Erfahrung mit Akupunktur hatte. Das war Ende März. Im Juni startet nun der erste Behandlungszyklus.

Insgesamt soll Luis nach derzeitigem Plan anderthalb Jahre behandelt werden, was sich die junge Mutter aber nicht leisten kann. Die 23-Jährige steckt mitten in der Ausbildung, die sie für die Pflegezeit mit Luis pausieren lässt. Ab August will sie diese in Teilzeit zwar fortführen, weil Luis dann einen Platz im heilpädagogischen Else-Weecks-Kindergarten des DRK hat. Dennoch bleibt das Geld knapp. Weil Akupunktur in Luis’ Fall keine Regelleistung der Krankenkasse ist, werden die Kosten nicht übernommen.