SPD fordert Rücktritt des AfD-Ratsherrn

Michael Gerdes fordert
Michael Gerdes fordert
Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se
Was wir bereits wissen
Weil die AfD-Parteichefin Frauke Petry gefordert hatte, Flüchtlinge an der Grenze notfalls auch mit der Schusswaffe an der Einreise zu hindern.

Bottrop..  SPD-Vorsitzender Michael Gerdes fordert die örtlichen Vertreter der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) dazu auf, sich von den Äußerungen ihrer Bundessprecherin zu distanzieren. Der SPD-Bundestagsabgeordnete richtet seinen Aufruf in einem Offenen Brief dabei vor allem auch an den AfD-Ratsherrn Frank Sapountzoglou. „Ich fordere eine klare Distanzierung von Ihnen. Andernfalls sollte Ihr Ratsvertreter zurücktreten. Schließlich hat er einen Eid auf unsere Verfassung geschworen“, schreibt der SPD-Chef in seinem Brief an die AfD.

Offener Brief

Anlass für Gerdes Empörung sind Äußerungen der AfD-Parteichefin Frauke Petry. Diese hatte gefordert, Flüchtlinge notfalls mit Schusswaffengebrauch an der Einreise nach Deutschland zu hindern. „Die Radikalität der Forderung ist unfassbar. Hier werden rechtsstaatliche Regeln missachtet. Die Hetze gegen schutzbedürftige Menschen hat ein unerträgliches Maß erreicht“, stellt der Bundestagsabgeordnete fest.

Welches Menschenbild hat die AfD?, will der Abgeordnete wissen. „Wollen Sie tatsächlich, dass unsere Polizisten auf unbewaffnete Menschen schießen und diese im Zweifel töten“, fragt der SPD-Chef.