Sparpläne bei Jugendarbeit scharf verurteilt

Die Pläne der Stadt, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit insgesamt 180 000 Euro einzusparen. stoßen bei der Linkspartei und der DKP auf scharfe Kritik. „Stichproben zur Ermittlung der Besucherzahl als Kriterium für ein Streichungs-Konzept sind kein objektives Kriterium zur Beurteilung der Qualität von Kinder- und Jugendarbeit“, erklärt Linken-Ratsherr Christoph Ferdinand. „Die Bottroper Kinder und Jugendlichen haben sowieso schon kaum Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung außerhalb von kommerziellen Angeboten“, sagte Ferdinand. Das Protest-Zeltlager des BDKJ vor zwei Jahren gegen eine Kürzung bei Ferienfreizeiten endete mit einem Rückzieher der Stadt. „Dass nun mehr als das Doppelte bei der Kinder- und Jugendarbeit gekürzt werden soll, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten“, so Ferdinand.

DKP-Bezirksvertreter Manfred Plümpe sieht den Umgang mit dem Sparpapier der Stadt als skandalös an. Er empfand es „als abgekartetes Spiel“, dass dazu ohne weitere Diskussion ein Unterausschuss gebildet wurde, der hinter verschlossenen Türen bis zum Juni das Konzept überarbeiten soll. „Es ist zu hoffen, dass sich bis zum Juni genügend Widerstand entwickelt“, so Plümpe.