Das aktuelle Wetter Bottrop 18°C
Schließung

Sparkasse verkauft Häuser mit leeren Filialen

05.01.2016 | 18:22 Uhr
Sparkasse verkauft Häuser mit leeren Filialen
An der Gungstraße wird das gesamte Haus verkauft.Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Zum Jahreswechsel schloss das Geldinstitut vier Zweigstellen. Von den entsprechenden Immobilien will es sich nun trennen. Ein Tresorraum im Keller ist dabei offenbar kein Hindernis

Vier Filialen hat die Sparkasse zum Jahreswechsel geschlossen, vier Ladenlokale, die nun leer stehen. Was passiert mit den ehemaligen Sparkassen-Geschäftsstellen? Die Antwort ist eindeutig: Die Sparkasse wird sie verkaufen. In einem Fall, an der Essener Straße, gehe es lediglich um die Geschäftsräume, erklärt Frank Pinnow, der Sprecher des Geldinstituts. „Das Haus gehört uns nicht, hier reden wir über ein Teileigentum“. Anders dagegen die Situation an Ostring, Prosper- und Gungstraße, wo der Sparkasse jeweils die komplette Immobilie gehört. Auch diese Häuser gehen jetzt an den Markt.

Aktuell werden sie ausgeräumt, erklärt Pinnow, dann gehe es darum, den Wert der Gebäude zu ermitteln, anschließend würden die Mitarbeiter des Immobiliencenters mit der Vermarktung beginnen, sprich die Bauten anbieten. Die bergen manche Besonderheit. So verfügen sie alle über einen Tresorraum, in dem früher die Bargeldvorräte lagern. Ein Hindernis beim Verkauf stelle dieser Raum nicht dar, glaubt Pinnow. Im Gegenteil, mancher Interessent könne ihn möglicherweise für besonders wichtige Dokumente nutzen, andere wiederum sehen in ihm einen ganz normalen Lagerraum.

Es ist nicht das erste Mal, dass dich die Sparkasse von ausgedienten Geschäftsstellen trennt. Pinnow verweist auf Beispiele an der Sterkrader und der Scharnhölzstraße Dort haben ein Steuerberater sowie ein Modelleisenbahnhändler die jeweiligen Geschäftsräume übernommen. „Das zeigt die ganze Bandbreite der Nachfolgenutzungen.“

Auch sonst geht Pinnow davon aus, dass die ehemaligen Geschäftsstellen für potenzielle Käufer attraktiv sind, lägen sie doch in der Regel zentral in den Stadtteilen, seien verkehrlich gut angeschlossen, und meist gehörten auch Parkplätze dazu. Weil es nur wenige Zwischenwände in den einstigen Filialen gibt, könnten die Räume vielfältig aufgeteilt und genutzt werden.

In der Hauptstelle beobachtet man derzeit manchen Kunden, der sich erst einmal neu orientieren muss, ist die Geschäftsstelle am Pferdemarkt doch die Ausweichfiliale für die meisten der von der Schließung betroffenen Kunden. Nicht jeder findet auf Anhieb die Kontoauszugsdrucker oder den richtigen Ansprechpartner. Hinzu komme der übliche Ansturm zum Jahresbeginn, so Pinnow. „Am Montag waren wir mit vier Leuten nur auf der Fläche im Einsatz, um den Kunden zu zeigen, wo sie hin müssen.“

Ungeklärt ist nach wie vor die Frage, ob es zumindest einen Geldautomaten der Sparkasse im Süden geben wird, liegen doch alle geschlossenen Filialen in diesem Bereich der Stadt. Eine Debatte darüber im Verwaltungsrat brachte offenbar noch kein Ergebnis, so dass die Überlegungen in dieser Frage weiter andauern.

Matthias Düngelhoff

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Michaelismarkt
Bildgalerie
Bottrop im Mittelalter
Jubiläum
Bildgalerie
125 Jahre FF Alt-Bottrop
Tennis
Bildgalerie
Stadtmeisterschaften
article
11435926
Sparkasse verkauft Häuser mit leeren Filialen
Sparkasse verkauft Häuser mit leeren Filialen
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/sparkasse-verkauft-haeuser-mit-leeren-filialen-id11435926.html
2016-01-05 18:22
Bottrop