Sozialgericht beendet Verfahren: Bottroper hat kein Glück

Michael Jacho hofft jetzt auf Hartz IV
Michael Jacho hofft jetzt auf Hartz IV
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor dem Sozialgericht hatte der Bottroper Michael Jacho Pech: Die Knappschaft muss ihn nicht wieder aufnehmen und ihm kein Krankengeld zahlen.

Bottrop..  „Das Verfahren konnte beendet werden“, bestätig Dr. Fatos Özdemir, Pressedezernentin des Sozialgerichts Gelsenkirchen, ein Beschluss sei nicht ergangen. Damit hatte Michael Jacho kein Glück mit seinem Eilantrag gegen die Knappschaft. Der Bottroper wollte erreichen, dass die Kasse ihn wieder aufnehmen und rückwirkend Krankengeld zahlen muss.

Wie berichtet, ist der seit einem Unfall krankgeschriebene Bottroper in die sogenannte „Krankengeldfalle“ getappt. Heißt: Seit Arzt hatte ihn bis einschließlich Sonntag, 30. November, krank geschrieben. Am Montag, 1. Dezember, war Jacho wieder beim Arzt, seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) wurde verlängert. Doch da spielte die Knappschaft nicht mit, warf ihm vor, zu spät, also nicht bereits am Freitag, zum Arzt gegangen zu sein, so dass seine AU nicht nahtlos sei. Das Krankengeld wurde ihm gestrichen.

Die Richterin habe das genauso gesehen, meint Jacho nach dem Verfahren bedauernd. Der Bottroper sei kein Einzelfall, hieß es dazu bei der Knappschaft. Trotz entsprechender Warnungen komme es immer wieder zu solchen Härten, mehrfach hätten sich Richter damit befasst und entschieden wie jetzt die Gelsenkirchener. Jacho hat im Dezember Hartz IV beantragt. Sein Antrag wurde noch nicht bewilligt, krankenversichert ist er auch nicht. Lediglich einen 100-Euro-Vorschuss gab es. Die Krankenkassen habe ihm geraten, erzählt Jacho, drei Monate zu arbeiten und sich dann wieder krank zu melden, dann gebe es auch wieder Krankengeld.