Sonnenuhr und Spurwerkturm erbaut

Was aber ist die kleine Berne schon im Vergleich zur Emscher? Den Bildhauer Jan Bormann treibt seine Idee daher schon eine ganze Weile um. Auch Skizzen seines Kunstwerk sind längst veröffentlicht. „Das alte Emscherbett ließe sich doch gut zu einem attraktiven Ausflugsziel machen“, meint der Künstler aus Castrop-Rauxel, und damit kennt sich der 75-Jährige recht gut aus.

So schuf Bormann zwei der Landmarken im Emscher-Landschaftspark: in Castrop-Rauxel die Sonnenuhr auf der Halde Schwerin und den Spurwerkturm an der historischen Zeche Waltrop. Auch die Flüsterbrücke am Phoenix-See in Dortmund ist eine Idee von ihm.

Mit Sohlschalen, durch die Emscher-Zuläufe wie hier in Bottrop die Berne fließen, kann er sowieso einiges anfangen. Der Bildhauer ließ sich einige ausrangierte Betonschalen ins Atelier bringen und fertigte daraus kurzerhand Sitzbänke. Dass die später einmal sauberes Wasser führende Berne kurz vor der Mündung in die Emscher in ihrem Bett aus Betonsohlen bleiben soll, hält Bormann für fragwürdig. „Die Betonschalen werden bemoosen und verschlammen. So bleibt die alte Gefährlichkeit erhalten“, meint er. Beim alten Emscherbett könnte das nicht passieren. Es soll ja trocken bleiben.