So hoch werden Schallschutzwände in Bottrops Ehrenpark

lärmschutz bottrop
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Foto: wnm
Was wir bereits wissen
In der Grünzone mitten in der Stadt sollen bald zwei dunkelgraue Mauern bis zu fünf Meter in die Höhe ragen.

Bottrop..  Bis zu fünf Meter hoch wird die neue Lärmschutzwand für die Skaterbahn an der Straße „Am Ehrenplatz“ werden. An der niedrigsten Stelle wird dieses Teilstück vier Meter hoch sein. Die dunkelgraue Wand überragt damit die wuchtige bemalte gut 3,10 Meter hohe Betonabschirmung auf der anderen Seite fast bis zu zwei Meter. Auf einer Länge von über 30 Metern soll die Lärmschutzmauer das Wohnhaus an der Ecke und die Seniorenresidenz an der verkehrsberuhigten Anliegerstraße vom Lärm der Skater abschirmen.

Politik bringt Bau auf den Weg

Prinzipiell machte der Stadtrat für den Bau der neuen Bottroper Mauer in dieser Woche den Weg frei. In einem Sitzungshalbmarathon am Dienstag ab 14 Uhr bis in den Abend hinein hatten Bezirksvertretung Mitte und Fachausschüsse des Rates über die Baupläne beraten, damit der Stadtrat noch vor der Sommerpause seine Entscheidung treffen konnte, was dieser auch tat.

Erklärtes Ziel aller Ratsparteien ist es ja, dass die Skater auf der beliebten Bahn möglichst schnell wieder freie Bahn haben. Doch das wird auch so noch einige Wochen dauern. Bis es soweit ist, bleibt die Anlage gesperrt. Nach wie vor ist die Skaterbahn von zwei Meter hohen Gitterzäunen umstellt, die jedermann den Zutritt verwehren.

So hässlich die Absperrgitter in der sonst grünen Idylle mitten in der City auch sind, ansehnlicher dürften die dunkelgrauen Mauern, die demnächst gebaut werden sollen kaum werden. Noch ist ihr Ausmaß nur zu erahnen. Zum Vergleich: Die Lärmschutzwand an der Ehrenplatz-Seite soll fast dreimal so hoch werden wie die Mauer vor dem Jugendkloster in Kirchhellen. Sie wird etwas mehr als doppelt so hoch wie die historische Zechenmauer von Prosper III an der Rheinstahlstraße.

Nicht einmal der etwas über drei Meter hohe Sichtbeton auf der anderen Seite der Skaterbahn genügt den Ansprüchen der Gutachter in punkto Lärmschutz. Direkt dahinter soll eine weitere dunkelgraue Wand die Anwohner in den Hochhäusern an der Paßstraße abschirmen. Diese soll mit ihren zwanzig Metern zwar nicht ganz so lang werden die Variante gegenüber, sie bekommt mit ihren 4,50 Metern allerdings ebenfalls eine außerordentliche Höhe.

Öffnungszeiten eingeschränkt

Schon gibt es Vorschläge für noch mehr Dunkelgrau in dem kleinen Stadtpark. So forderte Linken-Ratsherr Niels Holger Schmidt jetzt im Rat, die Schutzwände von vornherein so zu bauen, dass man die Skaterbahn für noch mehr Lärmschutz am besten gleich auch noch überdachen könne. Die Stadtverwaltung setzt darauf, das die Skaterbahn wieder geöffnet werden kann, sobald sie mit den beiden hohen Lärmschutzwänden ausgerüstet ist. Allerdings dürfen die Skater die beliebte Bahn dann nicht mehr so intensiv nutzen wie bisher. Die Öffnungszeiten werden eingeschränkt, zusätzlich wird sie eingezäunt: Fünf Stunden lang können die Jugendlichen darauf dann noch Skateboard fahren und springen.

Die Stadt holt damit ein Versäumnis nach. Messungen hatten ergeben, dass es an der Bahn zu laut ist. Die Grenzwerte, die die Verwaltung beim Bau zu Grunde legte, waren falsch. Erst als verärgerte Anwohner den Petitionsausschuss des Landtages anriefen, trat dies zu Tage.