Sie sollen helfen gegen Spielhallen
29.08.2009 | 15:00 Uhr 2009-08-29T15:00:00+0200Bottrop. Für das ehemalige Autohaus an der Gladbecker Straße (CarGo) und das Hansazentrum will die Stadt andere Nutzungen.
Auch wenn die neuartigen Unterhaltungszentren vielleicht nicht mehr viel gemein haben mit Spielhallen - die Stadt will auf Nummer sicher gehen und mit Bebauungsplänen dort agieren, wo ihr eine wie auch immer geartete Vergnügungsstätte nun gar nicht zusagt. Das ist wäre im ehemaligen Autohauses CarGo (früher Enning, zuvor Christmann und Hein) an der Gladbecker Straße 162 so. Und im Hansazentrum.
Bau-Voranfrage ist gestellt
Für das Autohaus liegt schon eine Bau-Voranfrage zur Nutzungsänderung der Räume in Spielstätten vor. Fürs Hansazentrum gibt es (noch) keine solche Anfrage, aber nach Gesprächen mit dem Eigentümer ist so eine Spielstätten-Nutzung nicht ausgeschlossen.
Christina Kleinheins, Leiterin des Planungsamtes, weiß aktuell ohnehin von vielen Anfragen zu Spielstätten des neueren Zuschnitts. „Die sollen chicer sein, vom Design her mehr Casino - aber wir sind vorsichtig. Und speziell im Kernbereich wie hier im Hansazentrum wollen wir eine attraktive, andere Nutzung.”
Das Gelände des Autohauses liegt zwar in einem alten Bebauungsplan, der aber so eine Feinsteuerung bei der Zulässigkeit von Einzelhandelsbetrieben und Vergnügungsstätten nur in sehr beschränktem Umfang zulässt. Vor zwölf Jahren schon war der Beschluss zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes gefasst worden, zu dem es aber aus u.a. rechtlichen Gründen bislang nicht kam. Und eilbedürftig schien es auch nicht zu sein - bis jetzt, als 2008 die Bau-Voranfrage kam. Nach dem geltenden Bebauungsplan wäre das Gewerbe dort zulässig, aber es gab ja - gut für die Stadt - immerhin schon die Absicht der Veränderung mit dem Aufstellungsbeschluss für einen neuen. Die Stadtverwaltung stellte jetzt die Entscheidung über die Bauvoranfrage zurück- jetzt wird's aber zeitlich eng, weil die Rückstellung auf ein Jahr befristet ist. Es soll ein neuer Aufstellungsbeschluss her - für ein räumlich kleineres, speziell auch die Autohausfläche umfassendes Gebiet. Kleiner, damit's schneller geht. Und zur Sicherung ist noch eine Veränderungssperre für zwei Jahre geplant. Dann soll der neue Bebauungsplan fertig sein.
Aufstellungsbeschluss vorgeschlagen
Dass es jetzt so eng wird bei der Abwehr der Bauvoranfrage, erklärt Christina Kleinheins mit der verschobenen Wahl, die Gremienfolgen verändert habe. Jetzt befasst sich zunächst die Bezirksvertretung Mitte und zuletzt - am 24. September - der „alte” Rat mit dem Thema.
Fürs Hansazentrum soll erst einmal der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst werden, eine Veränderungssperre muss noch nicht her, weil es noch keine Bau-Voranfrage gibt. Und dieser Aufstellungsbeschluss allein gebe der Stadt schon die Handhabe, eine mögliche Voranfrage zurückzustellen.
22:45
Das ist ja wohl das letzte ! Noch eine Spielhalle ? Ich stimme der Stadt zu ! Ich will in Zukunft Schoppen gehen und nicht Zocken ! Wo soll das hin führen Bottrop wirbt mit neuen Spielhallen. Lieber Zocken anstatt Schoppen !!! Sollte es im Hansa Zentrum eine Spielhalle geben. Werde ich aus Protest immer in Centro Einkaufen gehen ! Ich sehe schon den Slogen für die Kulturhaupt Bottrop Kommt doch zu uns Zocken, ihr braucht nicht zu Schoppen ! In den Sinne
11:40
Bloß keine neuen Spielhallen in Bottrop!!!
Die Stadt Bottrop hat da gesunde Einstellung.
Alles reden davon was gegen Spielsucht zu unternehmen. Die Städte müssen da mit gutem Beispiel voran gehen, nicht wie die Geldgeile Stadt Oberhausen die jetzt schon 24 Stunden Konzessionen vergibt um an Geld zu kommen.
05:43
#1 Die Tafeln gehören abgeschafft und die Bedürftigen benötigen mehr Geld um sich nicht mehr als Bittsteller erniedrigt zu fühlen.
Die Firmen die Lebensmittel Spenden mussten diese vorher teuer entsorgen, bei einer Spende können Sie das vor dem Finanzamt geltend machen.
18:48
Bitte keine neue Spielhalle mehr. Wir haben ja wohl mittlerweile genug. Wenn da unbedingt jemand rein soll, der hohe Mieten bezahlt, könnte man ja gleich ein Bordell eröffnen.
Haben wir in der Stadt keine kompetenten Leute sitzen? Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen müßte!
18:32
@j.Aldenkott
Damit sich diese weiterhin der öffentlichkeit auf der Straße präsentieren dürfen ?
War nicht mal die Rede von einem Umzug des Bottroper Tisches in das Pfarr-/Gemeindehaus neben der Post geplant ? Dort würden die Bedürftigen den Hintereingang nutzen können, ständen nicht mehr auf dem Präsentiertelle...
Wobei noch eine (ungenutzte) Spielhalle m.E. sicherlich KEINE Aufbesserung der Gladbecker Str. wäre.
16:29
wirhaben in Bottrop genug Spielhallen, man sollte ein Teil des Anwesen lieber den Bottroper Tisch zu verfügung stellen , um arme Menschen helfen zu können.