Sie kamen als Bürgerkriegsopfer

Die Familie Prgomet kam Anfang der 1990-er Jahre als Kriegsflüchtlinge während des Balkankrieges aus Kroatien nach Deutschland. Die Ungewissheit, ob und wann sie in die Heimat, wo sie alles verloren hatten, zurückkehren könnten, brachten Ivan und Ivanka Prgomet schnell zu dem Entschluss, sich in Deutschland eine neue Existenz aufzubauen.

„Mein Mann und ich waren uns einig. Die Zukunft lag für uns darin, schnell die deutsche Sprache zu lernen, zu arbeiten und unseren Söhnen eine bodenständige Ausbildung zu ermöglichen“, sagt Ivanka Prgomet dazu. 1998 erhielt die Familie eine unbeschränkte Aufenthaltsgenehmigung, 2005 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit am Reuenberg in Essen-Überruhr, 2015 kommt nun der Einstieg ins Kirchhellener Brauhaus am Ring.

Heute besteht die Familie außer aus dem Ehepaar Ivan und Ivanka Prgomet aus den Söhnen Danijel und Perica, Danijels Frau Elena und Pericas Lebensgefährtin Michelle. Sie geben dem Brauhaus ein neues Gesicht. Während Vater Ivan als Repräsentant der Familie an vorderster Position stehen wird, teilen sich die gelernten Köche Danjiel (Küchenleitung) und Perica (Serviceleitung) die Geschäftsführung. Der kaufmännische Part liegt in den Händen der weiblichen Familienmitglieder, die aber auch den Service im Haus unterstützen werden.