Sekundarschule startet mit vier Klassen

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Die neue Sekundarschule in Kirchhellen kann ihre Arbeit mit vier Klassen zu je 29 Schülern aufnehmen. Die Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung löste gestern erleichtertes Aufatmen aus bei der Schulverwaltung. 118 Anmeldungen hatte es auf die eigentlich nur 75 Plätze in drei Klassen gegeben, 43 Schüler hätten abgewiesen werden müssen. Jetzt wird es maximal zwei Abweisungen geben. Wenn überhaupt: Schulamtsleiter Karl Trimborn rechnet damit, dass sich einige Eltern aus Gladbeck schon umorientiert haben. Schön und gut, sagt die CDU: Doch jetzt werde die neue Sekundarschule am Standort Schulstraße erst recht mehr Platz und mehr Lehrer brauchen.

Die Ausnahmeregelung aus Münster hatte die Stadt am Freitag beantragt, gestern kam die Genehmigung. Das durch die Gesetzeslage und die Bezirksregierung Münster vorgegebene Aufnahmeverfahren hätte dazu geführt, dass von diesen Abweisungen auch viele Bottroper Schülerinnen und Schüler betroffen gewesen wären. Diese Härten sind nun vom Tisch, stellt eine erleichterte Bottroper Schulverwaltung fest.

Allerdings zeichnet sich die nächste Baustelle schon ab mit der Frage: Reicht denn ab nächstes Schuljahr der Platz für die neue Sekundarschule, sowohl in den Pavillons an der Gregorstraße als auch künftig im umgebauten Schulzentrum am Kirchhellener Ring? Ja, sagen Schulverwaltung und SPD Kirchhellen: „Das kriegt man hin“, sagt Willi Stratmann, Vorsitzender der SPD-Bezirksfraktion. Auf keinen Fall, sagen Rainer Hürter und Anette Bunse für die CDU und erinnern an die Standards, die die neue Schulform von bisherigen Einrichtungen unterscheiden sollen: Inklusion von Beginn an, gemeinsames Lernen ohne Kurseinteilung in den ersten Jahren, Differenzierung in der Jahrgangsstufe 7, kleinere Klassen und zwei Lehrer pro Klasse. Deshalb begrüßt die CDU die Genehmigung für die vierte Klasse, fordert aber Nachbesserung bei Ausstattung und Personal. Auf Dauer sollte nachgedacht werden über einen Hauptstandort in Kirchhellen mit drei Klassen pro Jahrgang und einen Teilstandort in Bottrop mit zwei Klassen.

„Die CDU wünscht, dass diese Schule mit einem hochwertigen Angebot auf die Schülerinnen und Schüler zugehen kann. Daher fordert sie von der Stadt ausreichende räumliche und sächliche Ressourcen“, sagen Rainer Hürter und Anette Bunse. Vom Land fordert die CDU-Fraktion eine „ausreichende Zahl an sonderpädagogischen Fachkräften mit einer Doppelbesetzung in den einzelnen Klassen“.