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Drei Fragen an

Seife und Handtücher für Klassenräume

11.08.2009 | 17:43 Uhr

Schuldezernent Paul Ketzer erläutert welche Vorsichtsmaßnahmen gegen die Schweinegrippe an den Schulen gelten. Eine Verlängerung der Sommerferien hat die Landesregierung derweil abgelehnt.

Die Ferien werden nicht verlängert wegen der Schweinegrippe, am Montag beginnt die Schule in Nordrhein-Westfalen wieder.

Welche Schutzmaßnahmen werden aber dennoch ergriffen?

Schuldezernent Paul Ketzer. Foto: WAZ. Schweizer

Zunächst geht es einmal um einfache Standard-Hygienemaßnahmen wie das Händewaschen. In nahezu jedem Klassenraum sind ja ohnehin Handwaschbecken, aber nicht alle sind mit Seife und Papierhandtüchern ausgestattet. Da werden wir nachrüsten.

Wird es dort fest installierte Seifenspender und Handtuchhalter geben?

Das ist nicht zu schaffen bis zum kommenden Montag. Wir müssten 900 bis 1000 Räume nachrüsten. Da müssen erst einmal mobile Seifenspender wie man sie in Drogeriemärkten findet und Papierhandtücher und Papierkörbe für die benutzten Handtücher ausreichen.

Hat das Ministerium in Düsseldorf jetzt diese Schutzmaßnahmen zwanghaft befohlen oder nur empfohlen?

Was wir bislang haben, sind Bitten und Empfehlungen. Wir werden den Schulen diese Empfehlungen zuleiten, damit die Lehrer sie lesen und die Schüler dementsprechend anleiten, sich so oft wie möglich die Hände zu waschen. Wie das in der Lebenswirklichkeit und im Schulalltag umsetzbar ist, muss sich zeigen. Man muss bei allem aber auch die Kirche im Dorf lassen. Wir reden nicht von Pest und Cholera. Dass angesichts der bislang zum Glück recht harmlosen Verläufe der Schweinegrippe die Sommerferien verlängert werden, war ja auch kaum zu erwarten. Das hätte auch viele Eltern vor Probleme gestellt, weil sie, ähnlich wie beim Kita-Streik, Unterbringungsprobleme für ihre Kinder gehabt hätten.

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Helga Pillar

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