Schulen zeigen Umweltbewusstsein

Für ihre Umwelt-Projekte wurden 13 Bottroper Schulen ausgezeichnet. Lukas, Tim, Marie und Kim haben ein Spiel aus Recyclingpapier gebastelt.
Für ihre Umwelt-Projekte wurden 13 Bottroper Schulen ausgezeichnet. Lukas, Tim, Marie und Kim haben ein Spiel aus Recyclingpapier gebastelt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dreizehn Bottroper Schulen wurden für ihr Engagement im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet.

Bottrop..  „Wir wollen das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit langfristig im Unterricht verankern“, sagt Christiane Gosda, Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Grundschule. Im Rahmen der landesweiten Kampagne „Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit“ haben die Schüler verschiedene Themen bearbeitet, zum Beispiel eine Baumschule gegründet, Bäume gepflanzt, gepflegt und ihnen beim Wachstum zugesehen. „Frei nach unserem Namenspaten Albert Schweitzer wollen wir den Schülern Achtung vor dem Leben vermitteln“, so Gosda.

Achtung vor dem Leben

Dreizehn Bottroper Schulen engagierten sich in der Kampagne für ein umweltbewusstes und sozial gerechtes Miteinander. In den vergangenen drei Jahren haben Schüler und Lehrer Umwelt-Projekte entwickelt und die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung im Unterricht verankert. Dafür erhielten sie eine Auszeichnung und das Zertifikat „Schule der Zukunft“.

Auch Thekla Spell, Leiterin des Offenen Ganztags der Gregorschule, hat sich mit ihren Schülern beteiligt: „Wir haben einen Sinnesklang- und Kräutergarten angelegt“, erzählt sie. Unterstützt wurden die Schüler dabei von der Stadt Bottrop und Landschaftsgärtnern. „Später kam auch ein Ernährungsfachmann in die Schule und hat erklärt, wie sich die Kräuter zubereiten lassen“.

Für den Sinnesklanggarten haben die Schüler eine Taststraße aus Kork, Tannenzapfen und anderen Materialien gebaut, um sie barfuß zu erspüren. „Körper- und Umweltbewusstsein sind wichtig, um den Wert von Umwelt und Nachhaltigkeit zu erkennen“, findet Spell.

Willi Rörtgen ist zum dritten Mal bei der Kampagne dabei: Als ehrenamtlicher Gärtner verschönert er mit den Kindern der Paulschule einen Pflanzenstreifen. „Ich will den Schülern Werte vermitteln. Viele laufen mit dem Handy am Ohr herum und nehmen die Umwelt gar nicht wahr“, bemerkt Röntgen. „Sie wissen nicht mehr, wie ein Baum, ein Strauch, eine Pflanze aussieht“.

Achtsamkeit

Der pensionierte Landschaftsgärtner kann nicht verstehen, wie achtlos manche Leute mit der Umwelt umgehen: „Sie werfen einfach ihren Müll oder ihre Zigarettenkippen auf die Straße. Ich glaube es ist wichtig, den Kindern von Klein auf Achtsamkeit zu vermitteln“.

Das sehen auch viele der Lehrer, Schüler und Pädagogen so: Landesweit werden 485 Schulen, 28 Kindertagesstätten und 25 Netzwerke ausgezeichnet. Die nächste landesweite Kampagne startet im kommenden Jahr – von 2016 bis 2019.