Schule begleitet auf dem Weg in den Beruf

Zum Berufsinformationstag am Bottroper Josef-Albers-Gymnasium kam auch die ehemalige Schülerin Hiltrud Kaufmann-Friedrich, heute tätig beim Bundeskriminalamt (BKA) Berlin.
Zum Berufsinformationstag am Bottroper Josef-Albers-Gymnasium kam auch die ehemalige Schülerin Hiltrud Kaufmann-Friedrich, heute tätig beim Bundeskriminalamt (BKA) Berlin.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit einem Berufsinformationstag sollen die Schüler am Josef-Albers-Gymnasium in Bottrop bei ihrer Zukunftsplanung unterstützt werden. Jobs, Studiengänge und Alternativen werden vorgestellt.

Bottrop..  Schon früh stehen angehende Abiturienten vor der schwierigen Entscheidung über ihren beruflichen Lebensweg. Die Möglichkeiten sind zahlreich, die Masse an Informationen ist groß. Das erschwert die Auswahl. Da heißt es, in sich zu gehen und zu überlegen: Was sind meine persönlichen Auswahlkriterien? Welcher Beruf stimmt mit meinen Vorstellungen überein? Wo kann ich meine Talente am Besten verwirklichen? Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen kann die Schule ein wichtiger Wegbegleiter sein – und sie soll es sogar. Das findet Brigitte Tüns, die nun den Berufsinformationstag für die Elftklässler des Josef-Albers-Gymnasiums (JAG) organisierte.

„Viele Schüler wissen noch nicht, welche berufliche Richtung sie einschlagen wollen“, sagt Brigitte Tüns. Dabei sei eine frühzeitige Orientierung wichtig, da jede Berufssparte besondere Anforderungen stelle. Für manche Berufe ist der Notenschnitt wichtig, für andere ein bestimmtes Praktikum, vielleicht auch die körperliche Fitness. Da helfe es, sich rechtzeitig vorzubereiten. „Wir wollen das Interesse der Schüler wecken, aber auch bewirken, dass sie sich von rosigen Vorstellungen verabschieden“, erklärt Tüns.

Oft zählt ein guter Notenschnitt

Hiltrud Kaufmann-Friedrich, ehemalige Schülerin des Josef-Albers-Gymnasiums, wusste zum Beispiel nach ihrem Abitur noch gar nicht, was sie in ihrem Beruf erwarten würde. Die Bundeskriminal-Beamtin hatte sich auf eine Stellenanzeige in der Zeitung beworben und eine Ausbildung beim BKA in Berlin gemacht. Beim Infotag erläutert sie nun den Bottroper Schüler ihren Beruf, „damit sie wissen, was auf sie zukommt und die Anforderungen kennen“. Stressfest, einsatzbereit und selbstständig sollten sie sein. Und einen Notenschnitt von mindestens 3,0 erreichen.

Das sieht bei Studiengängen wie Psychologie und Medizin anders aus – da liegt der geforderte Numerus clausus meist im oberen Einserbereich. „Schüler, die den Schnitt nicht erreichen, können über ein Studium in den Niederlanden nachdenken“, sagt Brigitte Tüns. Denn da gebe es oft keinen NC. Und genau dafür ist der Berufsinformationstag da: Er soll alternative Wege und Möglichkeiten aufzeigen.

Schülerin Lena Funelli hat sich beim Infotag ausgiebig über ein Studium in den Niederlanden informiert. „Dabei habe ich vorher nie in Erwägung gezogen, nach Holland zu gehen“, sagt sie. Dass die 16-Jährige studieren will, steht für sie fest. „Am liebsten etwas mit Sprache.“ Durch den Infotag habe sie eine neue Option für sich entdeckt. So geht es auch Luis Lüger (16), der beim Vortrag der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen ein ganz neues Thema für sich entdeckt hat: „Bionik. Vorher habe ich noch nie davon gehört.“ Der Infotag habe sich für ihn auf jeden Fall gelohnt.