Schüler zu Besuch in der Chefetage

Foto: Ruhrverband

Über die Zukunft und die Perspektiven der Wasserwirtschaft in der Region diskutierten jetzt rund 65 Schülerinnen und Schüler aus Bottrop und Essen mit Professor Harro Bode, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dialog mit der Jugend“, die der Initiativkreis Ruhr organisiert, erhielten die jungen Leute vor der Diskussion einen Einblick in die Praxis der Abwassertechnik: Auf der Kläranlage Essen-Süd erfuhren sie, welche verschiedenen Verfahren notwendig sind, um das Abwasser zu reinigen.

Mit diesen Eindrücken kehrten die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums (Bottrop), der BMV-Schule und des Gymnasiums an der Wolfskuhle (beide Essen) zum Ruhrverband zurück, um den Vorstandsvorsitzenden zu interviewen. Unterschiedlichste Fragen wurden erörtert. Die Themen reichten dabei von Fragen zur Person und zum Unternehmen, über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten, bis hin zu technischen Abläufen auf den Kläranlagen und die Zukunft der Wasserwirtschaft.

Prof. Harro Bode freute sich über das Interesse und die Neugier der Schülerinnen und Schüler. „Ich bin beeindruckt, wie sehr sich die Jugendlichen mit Umwelt- und Wirtschaftsthemen beschäftigen“, sagte er. Besonders sei er von den vielen Fragen zum eigenen Hause und zur Zukunft der Wasserwirtschaft begeistert: „Eine funktionierende Wasserver- und Abwasserentsorgung ist zwingende Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und das Zusammenleben in Ballungsräumen“, erläuterte Bode. Und: „Der Dialog mit der Jugend ist eine gute Möglichkeit, mit den Schülern, den Arbeitnehmern von morgen, über die Wirtschaft zu diskutieren“.

Beim „Dialog mit der Jugend“ des Initiativkreises Ruhr treffen Oberstufenschülerinnen und -schüler der Ruhrgebietsgymnasien Top-Manager der Mitgliedsunternehmen zum persönlichen Gespräch. Die Reihe führt jährlich rund 3500 Jugendliche an Wirtschaftsthemen heran und eröffnet berufliche Perspektiven. Die aktuell laufende Schülerreihe bietet bis April 2015 rund 50 Begegnungstermine, bei denen Unternehmenslenker den Jugendlichen Rede und Antwort stehen.

Die Unternehmen öffnen ihre Türen und zeigen Berufe hautnah, erklären Branchen und Tätigkeitsfelder und diskutieren mit den jungen Menschen „auf Augenhöhe“. Viele Schulen im Ruhrgebiet sähen im „Dialog mit der Jugend“ eine praktische Ergänzung zu den im Unterricht, etwa im Fach Sozialwissenschaften, behandelten Wirtschaftsthemen, so die Organisatoren. Die Gesprächsrunden werden durch Unterrichtsbesuche im Vorfeld vorbereitet, ehe die Jugendlichen zu Gast in den Führungsetagen der Unternehmen sind. Der „Dialog mit der Jugend“ findet also nicht nur beim „Chef“ statt: Unternehmen wie Schule bereiten die Termine gemeinsam vor.