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Schüler entwerfen Stadt der Zukunft

28.03.2016 | 22:00 Uhr
Schüler entwerfen Stadt der Zukunft
Die Cyriakus-Grundschüler Serbest, Joel, Philipp und Keremhan (v.l.) sowie Dorothee Lauter von der Kulturwerkstatt beim Planen der Stadt der Zukunft.Foto: Winfried Labus

Bottrop.  An der Cyriakusschule entwickelt auch der Nachwuchs neue Ideen für Bottrop. Die werden bald auch mit den Vorschlägen der Erwachsenen in Berlin präsentiert

Die Grundschüler des offenen Ganztags der Cyriakusschule und der Schule am Stadtgarten werden der Bottroper Bewerbung um den Titel der „Zukunftsstadt“ das Sahnehäubchen aufsetzen: Sie bauen ab jetzt ihre Stadt der Zukunft - im Modell, zusammen mit dem Künstler Christian Wilken. Mit allem, was es aus ihrer Sicht braucht zum Wohnen, Leben, Arbeiten - und zum Spaß haben.

Eine Woche lang haben sich die Sechs- bis Zehnjährigen schlau gemacht und zusammen getragen, was es früher in Bottrop gab, wie die Stadt heute aussieht und wie sie morgen aussehen sollte. Sie haben ziemlich klare Vorstellungen darüber, was ihre Stadt der Zukunft braucht. Den Tetraeder zum Beispiel, den muss es auch in „ihrem“ Bottrop geben. Sie wissen auch schon, woher sie das Modell bekommen: An der Hochschule Ruhr-West (HRW) soll ihn der 3-D-Drucker ausspucken.

Aber jetzt stehen sie vor dem gleichen schmerzhaften Ausleseprozess, den auch die Erwachsenen durchmachen mussten bei der Meilensteinveranstaltung: Welches sind die wichtigsten, welche die am weitesten führenden unter den rund 800 Ideen, die in der ersten Phase gesammelt worden sind?

Bei den Schülern ist die Zahl überschaubarer; doch füllen auch ihre Ideen drei Wandtafeln. Wie bei den Erwachsenen haben sie drei grüne Punkte, die sie an ihre Lieblings-Idee vergeben können. Das Ergebnis: Die Schüler-Stadt wird neben dem Tetraeder ein Kino haben (7 Punkte), ein Schloss für die Mädels (5), fliegende Skateboards für die Jungs (4), Fußballplätze und Solaranlagen (je 2). Auf der Strecke bleiben so hilfreiche Vorschläge wie der Roboter zum Aufräumen im Kinderzimmer, die fliegenden Häuser und der Jetpack ebenfalls zum Abheben.

Oberbürgermeister zeigt Interesse

Dorothee Lauter, Vizechefin des Projektbüros Innovation City, könnte der Zukunftsstadt-Bewerbung eine neue Dimension hinzufügen: „Wenn es nach den Schülern geht, werden sie sich in der Stadt der Zukunft vor allem fliegend bewegen.“ Nach der Kür der Wünsche an die Stadt der Zukunft folgt die Pflicht: Was braucht man denn noch so in einer Stadt?, fragen Dorothee Lauter und Delia Luscher von der Kulturwerkstatt. Die Schüler zeigen sich einsichtig. Wohnungen sind nicht so spektakulär wie ein Schloss, aber man braucht sie, „damit die Menschen darin schlafen können“.

Kino ist spannender als Bücherei, aber die kann auch interessant sein. Aber: „Brauchen wir die Schule?“ Einstimmig: „Nein!“ Delia Luscher muss noch ein wenig nacharbeiten, aber dann ist die Schule akzeptiert. „Ihr habt eine tolle Stadt erstellt“, befindet Delia Luscher. „Ich freue mich, nächste Woche eure Modelle zu sehen.“

Am Freitag schaut sich auch Oberbürgermeister Bernd Tischler die Schüler-Stadt an. Dann geht sie auf die Reise: mit der Bottroper Zukunftsstadt-Bewerbung in die Hauptstadt - nach Berlin.

Kai Süselbeck

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2016-03-28 22:00
Bottrop