Schnäppchenzeit hat begonnen - Wärmendes gilt als Renner

Zum Winterschlußverkauf befragen wiram 07.01.2015 Kunden im Bekleidungshaus C und A in Bottrop. C & A. Foto Winfried Labus/FUNKE Foto Services
Zum Winterschlußverkauf befragen wiram 07.01.2015 Kunden im Bekleidungshaus C und A in Bottrop. C & A. Foto Winfried Labus/FUNKE Foto Services
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach dem Weihnachtsgeschäft locken die Geschäfte in der Innenstadt nun mit reduzierten Preisen zum Schnäppchenkauf. Preisnachlass bis zu 70 Prozent.

Bottrop.. Überall hängen sie nun wieder in den Schaufenstern - die überdimensionalen roten Plakate die zum Winterschlussverkauf locken, den es ja eigentlich gar nicht mehr gibt. Drum heißt es „Wow! Sale" oder „Knallhart reduziert“. Mit Preisnachlässen bis zu 70 Prozent locken die Läden in der Innenstadt gleich nach dem Weihnachtsgeschäft nun zum Schnäppchenkauf.

Schnäppchenkauf mit Gutscheinen

„Jacken, Jacken, Jacken!“, meint Torsten Spliethoff, Filialleiter von C & A, auf die Nachfrage, was momentan denn besonders gefragt ist. „Alles, was dick ist, ist ein Renner“, erklärt er weiter. So seien neben dicken Daunenjacken auch Accessoires wie Schals, Mützen und Handschuhe sehr begehrt. „Auch wenn das Wetter alles andere als winterlich ist, so ist es doch die gefühlte Kälte, die die Leute nun zu warmen Sachen greifen lässt“, meint Spliethoff.

Die Nachfrage im Weihnachtsgeschäft sei eher verhalten gewesen. „Aber sowie es kalt wurde, lief es gut.“ Vor allem das Geschäft mit Geschenkkarten sei vor den Feiertagen gut gelaufen, und die setzen die Leute nun ein, um Schnäppchen zu erwerben. Auch erste Frühjahrsmode sei bereits da und wecke natürlich sofort das Interesse der Kunden.

„Den Leuten ist’s kalt, deswegen greifen sie nun zu Strickpullovern, warmen Schals und Daunenjacken“, stellt auch Iris Sondermann vom Modegeschäft Taifun fest. „Und: T-Shirts gehen immer.“ Viele Kunden kämen zudem, um ihre Geschenkgutscheine umzusetzen. Im Modehaus Mensing hat der „Schlussverkauf“ eigentlich schon im Dezember begonnen. „Da gab’s schon die ersten Reduzierungen“, so Storemanagerin Marion Schnippert. „Der Verkauf von dicken Jacken war zunächst schwierig, läuft aber inzwischen gut.“

Ein eher verhaltenes Wintergeschäft beobachtet Johannes Stovermann, Inhaber des „j-turn“ Jeansgeschäfts am Kirchplatz. „Es ist eine Kauf-Müdigkeit eingetreten“, so Stovermann. „Das Weihnachtsgeschäft war schlecht und der Januar ist schlecht gestartet, obgleich die Winterkollektion reduziert ist.“ Die Innenstadt müsse wieder attraktiver werden, zu viele Kunden würden abwandern zum Centro oder nach Essen. „Und das Internetgeschäft macht uns auch zu schaffen.“

Doch nicht nur dicke Jacken und Pullover sind momentan in den Geschäften stark reduziert, auch beim Modeschmuck setzt der Rotstift an. „Haarschmuck, Ketten, Armbänder und Ringe sind reduziert“, erklärt Sonja Morgalla, Filialleiterin von Bjiou Brigritte. „Besonders gefragt sind Uhren und Modeschmuck in Rose-Gold-Tönen.“