Schlechter Zustand vom Revierpark ist in Bottrop Streitthema

Der Revierpark Vonderort ist schon lange nicht mehr so gepflegt und gut in Schuss wie er es einmal war.
Der Revierpark Vonderort ist schon lange nicht mehr so gepflegt und gut in Schuss wie er es einmal war.
Foto: Funke Foto Services
Der Revierpark ist an vielen Stellen marode. Christdemokraten aus beiden Städten fordern Maßnahmen. Betreiber und SPD weisen die Forderungen zurück.

Bottrop.. Was einstmals als städtebauliches Kleinod für die Arbeiter der Montan- und Stahlindustrie geschaffen wurde, bietet heute an vielen Stellen ein unordentliches Bild: kaputte Bänke, verwilderte Grünflächen und marode Sport- und Spielplätze fallen im Revierpark Vonderort an einigen Stellen ins Auge. Schuld daran sind vor allem die klammen Kassen der am Revierpark beteiligten Städte Bottrop und Oberhausen. Aber auch die Mittel des ebenfalls beteiligten Regionalverband Ruhr sind begrenzt.

Jüngst meldete sich nun die Oberhausener CDU-Fraktion zu Wort, die sich nach einem Besuch im Park entsetzt über den Zustand zeigte. Auch beim letzten Leserbeirat der WAZ in Bottrop äußerten sich einige der Anwesenden kritisch zu den Zuständen im Park.

Die große Frage, die nun bei Besuchern wie Beteiligten herrscht: Wie soll es weitergehen soll am einstigen Vorzeigestandort? Die Oberhausener CDU hat derweil einige Forderungen gestellt: Private Investoren sollen Teile des Parks bewirtschaften, schlagen die Oberhausener Christdemokraten unter anderem vor.

Bei der Bottroper CDU denkt man da wesentlich naheliegender: „Grundsätzlich wären Investoren für Teile des Parks denkbar. Man sollte sich aber auch überlegen, ob man das Areal nicht in das Grünflächen-Management der Stadt übernimmt und entsprechend pflegen lässt“, schlägt Hans-Christian Geise vom Ortsverband Vonderort vor und fordert damit mehr Engagement von Seiten der Stadt.

SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Jutta Pfingsten mahnt unterdessen dazu, der bereits angestoßenen Entwicklung im Park auch eine Chance zu geben: „Es liegt seit 2012 mit dem Konzept „Revierpark 2020“ schon ein Plan vor, aus dem bereits erste Maßnahmen umgesetzt wurden.“ Die aktuellen Betreiber würden bereits schrittweise für eine Wiederbelebung sorgen, etwa mit dem Holi-Festival am vergangenen Wochenende, so Pfingsten.

Betreiber weisen die Kritik zurück

Unterstützung erhält Pfingsten vom Bottroper Kulturdezernenten Willi Loeven, der auch als Mitgeschäftsführer des Revierparks fungiert: „Wir machen aus den vorhandenen Mitteln das Bestmögliche.“ Im Süden hätte der Park mit dem Freizeithaus und dem Solebad samt Saunalandschaft Stätten mit Vorzeigecharakter zu bieten. Beide Bauten wurden schon saniert und modernisiert.

„Für den Nordteil gibt es schon Gespräche, die aber bisher leider noch zu keinem Ergebnis geführt haben“, erklärt Loeven, der noch ergänzt: „Der etwas verwilderte Zustand geht auch darauf zurück, dass dort die Nutzung in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen ist.“ Man konzentriere sich daher bei allem, was über die notwendigen Arbeiten zur Verkehrssicherungspflicht hinausgehe, vor allem auf den südlichen Teil. „Repariert wird dort trotzdem nach und nach“, so Loeven,