Schlamm statt Stein im Untergrund

Geschäftsleiter van Kranen ist sehr zuversichtlich, dass die Verbreiterung der Halde die nötige Stabilität für das Alpincenter bringt. Er beruft sich auf die Gutachten, die das Alpincenter dazu vorlegte. „Diese sind von Spezialisten für Haldenkörper erstellt worden“, sagte er, und auch die Bauaufsicht der Stadt signalisiert: „Die geotechnischen Gutachten versprechen eindeutig positive Auswirkungen auf das weitere Verformungsverhalten der Halde“.

Mit der Anschüttung am Nordhang der Halde kommt die Skihalle künftig mehr im Zentrum des Haldengipfels zu stehen. „Das Plateau steht jetzt ja nicht mittig“, sagte van Kranen. Im Laufe der Arbeiten werden nicht nur Wege für Fußgänger und Radler zum Gipfel hinaus neu angelegt, sondern auch für die Feuerwehr eine neue Zufahrt zu den technischen Anlagen des Alpincenters gebaut.

„Wir fangen bei Null an“

Über zehn Jahre lang sei die Halde an der Prosperstraße in regelmäßigen Abschnitten mittlerweile vermessen worden, um neue Erkenntnisse über ihren Zustand zu gewinnen. „Wir fangen bei Null an“, sagte van Kranen. Denn die Dokumentation aus der Bergbauzeit habe sich als „unvollständig und fehlerhaft“ erwiesen. Beim Kauf 1998 sei dem Alpincenter „vom Bergbau“ dagegen noch versichert worden, die Halde sei „mit homogenem Steinmaterial“ aufgeschüttet worden. Dies sei jedoch nicht der Fall.

Denn in der Halde sollen auch Flotationsberge eingebracht sein. Darauf weist auch Ratsherr Michael Gerber (DKP) erneut hin. Flotationsberge sind Schlamm, der entsteht, wenn Kohle aus fein gemahlenem Gestein gewaschen wird. Dies sei der Grund, warum die Halde ins Rutschen gerate, meint Gerber. Er bezweifelt, dass selbst das Anschütten von Zigtausenden Tonnen Boden die Halde stabil genug macht. Gutachter im Auftrag des Alpincenters hingegen sehen dafür eine „sehr große Wahrscheinlichkeit“.