Schlaglöcher sind kaum noch zu zählen
16.02.2010 | 18:01 Uhr 2010-02-16T18:01:00+0100
Bottrop.Väterchen Frost hat ganze Arbeit geleistet: Überall in der Stadt ächzen die Straßen und Gehwege unter dem anhaltenden Winterwetter. Wie hoch der entstandene Schaden ist, lässt sich frühestens Mitte März abschätzen.
Welche Schäden der Dauerfrost auf den Straßen und Bürgersteigen hinterlassen hat, das lässt sich derzeit noch überhaupt nicht abschätzen, so sagt es Thorsten Albrecht vom Pressebüro der Stadt. „Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn die Schäden nach und nach repariert werden“, meint er. Fest steht bislang nur eins: Die Schlaglöcher, die in Folge des hartnäckigen Winters im Straßenbild entstanden sind, sind kaum noch zu zählen. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sind dieser Tage fleißig unterwegs auf Schlagloch-Streife, um sich einen Überblick über die Ausmaße der Schäden zu verschaffen.
Manchmal kommen die Hinweise auf dringend nötige Reparaturen aus der Bevölkerung, von Anwohnern oder besorgten Autofahrern. Manchmal erkennen die Tiefbau-Mitarbeiter auch aus eigener Beobachtung, wo dringend Hand angelegt werden müsste. Besonders von Frostschäden betroffen sei derzeit die Osterfelder Straße in Richtung Peterstraße, wo der Winter eine wahre Huckelpiste hinterlassen hat. „Doch hier soll demnächst ohnehin eine neue Kanalisation verlegt werden“, meint Thorsten Albrecht. „Da ist eine Erneuerung der Fahrbahndecke ohnehin mit eingeplant.“
„Eine provisorische Lösung“
Solang sich der Frost jedoch noch hartnäckig hält, bleibt den Tiefbau-Mitarbeitern nur eins: Sie bessern die betroffenen Stellen notdürftig mit Kaltbitumen aus. Das hält eine Weile und gewährleistet vor allem die Verkehrssicherheit. „Natürlich ist das nur eine provisorische Lösung“, meint der Stadtsprecher. „Die genauen Reparaturarbeiten können erst nach und nach beginnen, wenn der Winter vorbei ist. Das geschieht dann aber sehr zügig.“ Kleinere Blessuren der Fahrbahndecke würden nach Dringlichkeit abgearbeitet.
Doch bis es soweit ist, ist jeder Autofahrer angewiesen, so vorausschauend wie eben möglich zu fahren. Denn wer dafür haftet, wenn der schicke neue BMW durch ein Schlagloch zu schaden kommt, ist rechtlich eine kniffelige Sache. „Die Stadt bessert die Straßen aus so gut sie kann“, so Albrecht. „Eine andere Alternative wäre, besonders betroffene Straßen zu sperren.“ Aber das sei in den vergangenen Jahren nicht passiert — was eindeutig für den Zustand des Bottroper Straßennetzes spricht.
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