Schäferhunde zerfleischten Pudel - Spur führt nach Bottrop
30.01.2012 | 15:24 Uhr 2012-01-30T15:24:00+0100
Bottrop/Oberhausen. Fünf Schäferhunde zerfleischten einen Pudelmischling in der Sterkrader Heide. Die Halterinnen der freilaufenden Tiere kümmerten sich nicht weiter darum. Zurück blieb eine schockierte 79-jährige Besitzerin, der jetzt auch noch die Kosten zufallen. Erste Hinweise führen der Polizei zufolge nach Bottrop.
Noch immer ist Gerd Kluge geschockt über die Tat. Am 25. Januar ging seine Mutter mit ihrem Pudelmischling in der Sterkrader Heide wie jeden Tag spazieren. Sie hatte ihn nicht angeleint. Plötzlich fielen fünf freilaufende Schäferhunde über das deutlich schwächere Tier her . „Meine Mutter versuchte noch, sie zurückzuhalten“, berichtet Kluge. „Die fünf Schäferhundhalterinnen sahen den Vorfall, griffen aber nicht ein.“
Als einzige Reaktion nach der Attacke nahmen sie ihre Hunde an die Leine und ließen die 79-jährige Frau mit ihrem schwer verletzten Pudelmischling zurück. „Meine Mutter schleppte ihn aus der Heide und brach dann selbst kraftlos auf dem Bürgersteig zusammen“, berichtet ihr Sohn. Eine Autofahrerin half der Frau und fuhr sie mit dem Hund zuerst zu einem Tierarzt, dann weiter in die Tierklinik Kaiserberg in Duisburg. Dort wurde der verletzte Hund notoperiert, doch es war zu spät. Er starb noch in der Nacht.
„Dieser Hund war wie eine Lebensaufgabe für meine Mutter"
In der Pressemitteilung der Polizei wird nach den Haltern der großen Hunde gefahndet. Zeugen können sich unter 0208 826-0 melden. Auch Gerd Kluge, der den Vorfall auf www.gerd-kluge.de ausführlich schildert, sucht nach Zeugen.
„Dieser Hund war wie eine Lebensaufgabe für meine Mutter. Er war ihr ein und alles“, sagt Kluge. Sie stehe noch immer unter Schock. Dass die Halterinnen nicht reagiert haben und wortlos verschwanden, verärgert Gerd Kluge besonders. Solche Unmenschlichkeit könne er nicht verstehen, sagt er.
Nach der Tat habe er bei der Polizei Oberhausen Anzeige erstattet. Noch seien keine konkreten Ermittlungen angelaufen, hieß es aus dem zuständigen Kriminalkommissariat. Kluge hofft jetzt, dass über Zeugen aus der Bevölkerung die Halterinnen ausfindig gemacht werden können. Schließlich ist die Sterkrader Heide für viele Hundebesitzer ein beliebtes Ausflugsziel. Erste Hinweise soll es bereits geben. „Vielleicht kommen sie aus Bottrop“, sagt Kluge. Zum Verlust des Tieres kommt ein finanzieller Schaden von bisher fast 1000 Euro. „Die Transport- und OP-Kosten muss sie von ihrer kleinen Rente bezahlen“, sagt der Sohn.
14:44
Diesesmal war es noch ein kleiner Hund (traurig genug) hoffentlich sind es nicht nächstes mal kleine, spielende Kinder!
13:35
Schade und traurig dür die alte Dame. Allerdings sollten nicht die Hunde sondern die Halterinnen eingeschläfert werden. Diese Schäferhunde sind nur ein Produkt einer miserabelen Haltung. iesen Weibern sollte die Haltung von Haustieren verboten werden.
09:15
Ich bin auch Hundehalter von Schäferhunden. Wenn ich spazieren gehe, kommen meine Hunde grundsätzlich nie von der Leine, obwohl die wirklich lieb und sehr unter Gehorsam stehen und auch schon die BH Prüfung und auch die VPG-Prüfungen abgelegt haben. Aber leider muss ich immer wieder festellen, dass die Kleinen Hunde die jenigen sind die immer Rumpöbeln und auch meistens nicht an der Leine sind und auf meine Hunde bellend und agressiv zukommen. Wenn ich dann immer höre, der macht nix, kriege ich immer die Krise. Also ich kann kein "Hundisch" oder weiß der Besitzer, was sein pöbelnder Hund den anderen Hunde gerade mitteilt? Ich kann das nicht verstehen. Wenn ich mit meinen dreien unterwegs bin ist das ein Rudel, jeder der sich pöbelnd diesem Rudel entgegenstellt wird sanktioniert, so ist nun mal in der Hundewelt, das heißt aber nicht das die Hunde böswillig sind. Nur die meisten Hobby-Hundehalter begreifen das einfach nicht. Ich bin mit Schäferhunden groß geworden und ich habe noch keinen einzigen Hund erlebt der böswillig alles umbringt. Und glaubt mir wir haben immer viele Hunde zu Hause gehabt. Und es heißt immer die bösen großen Hunde. Meistens sind die Schoßhunde die jenigen die nicht hören und nicht an der Leine geführt werden. Und... natülich tut es mir leid für den kleinen Pudelmischling - ist immer schlimm wenn so was passiert. Aber war er denn an der Leine? Das geht aus den Berichten nicht hervor? Ich will auch keinen hier in Schutz nehmen, aber ich finde jeder Hund gehört an die Leine, ob groß oder klein!!! Man darf nie Hände für einen Hund ins Feuer legen, auch wenn er noch so erzogen ist. Es ist ein Tier mit Instinkten und stammt vom Wolf ab..... das vergessen viele.
"Man darf nie Hände für einen Hund ins Feuer legen, auch wenn er noch so erzogen ist."
Diesem Satz stimme ich gerne zu, denn er ist zu wahr.
Aber ihr Bericht zeigt doch mal wieder, dass es unter Hundehaltern keine echte Gemeinschaft gibt; wie die oft geführte Diskussion, das kleine Hunde die großen angehen und die großen immer die sind, die unangemessen misstrauisch betrachtet werden.
Das finde ich leidig, und ich kann gerne auch erklären, warum:
Dieser Dünkel, dass ein Hund kein Hund ist, wenn er nicht mindestens Kniehoch ist, findet sich wirklich oft (übrigens vor allem im SV, DVG und ähnlichen Vereinen) und ist meistens nur oberflächlich verdeckt.
Ebenso finde ich die Vorurteile gegen DSH oder insgesamt großen Hunden ungerechtfertigt.
Herzlichen Glückwunsch zu den bestandenen Prüfungen!
Aber wenn ich ihren Satz:
"Wenn ich mit meinen dreien unterwegs bin ist das ein Rudel, jeder der sich pöbelnd diesem Rudel entgegenstellt wird sanktioniert, so ist nun mal in der Hundewelt"
lese, dann wird mir etwas flau in der Magengegend, denn wir sind und bewegen uns nicht in der "Hundewelt", sondern in der Menschenwelt!
Der Mensch sollte den Hund unter Berücksichtigung seiner Anlagen so zu führen verstehen, dass niemand, auch nicht unter dummen Umständen, zu Schaden kommt.
Als Hundeführer geben Sie die Regeln vor, und wenn Ihre Regel wäre: Ich bestimme, was sanktioniert wird! Und euch steht es nicht zu, andere zu "sanktionieren"!
Müsste man auch keine Bedenken haben, Ihnen mit Ihren Hunden zu begegnen.
So lese ich ihren Bericht mit gemischten Gefühlen.
19:37
Erstmal herzliches Beileid an Frau Kluge, dass mit ansehen zu müssen, nicht helfen zu können - fürchterlich, es tut mir sehr, sehr leid.
So jetzt an die Hundehalter: Können Sie noch in den Spiegel schauen? Als Halter hat man die Verantwortung für seinen Hund und muss auch für solche Vorfälle gerade stehen und vor allen Dingen helfen. Ich hoffe sie haben keine Kinder, dass wäre ohne ihr Verantwortungsgefühl nicht wünschenswert und hoffentlich werden sie ohne wenn und aber zur Rechenschaft gezogen.
Wir sind selber Hundehalter zweier großer Hunde. Egal wo wir laufen, im Wohngebiet, im Ripshorst, überall frei laufende Hunde, deren Besitzer nicht in Sichtweite sind bzw. nicht reagieren, wenn sie gerufen werden. Also wechseln wir die Richtung, um Konfrontationen zu vermeiden, da ein angeleinter Hund nicht so reagieren kann wie er möchte, wenn ein unangeleinter sich seinem Terrain zu sehr nähert.
Aber egal ob Schäferhund, Husky, Jack Russel, Dackel, wie der Hund sich verhält liegt am anderen Ende der Leine beim Menschen. Ich plädiere dafür, dass alle Hundehalter einen "Führerschein" ablegen müssen.
13:55
Es gibt Leute die haben seit Jahrzehnten Schäferhunde, haben die im Griff und vernünftig erzogen.
Es gibt Hundehalter, die rufen sobald ein Jogger, Fußgänger, Radfahrer oder Kinder auftauchen ihre Hunde ab und nehmen diese an die Leine und signalisieren dem Hund „du stehst hier unter meinem Kommando“!
Von so manch einem kommt dann ein freundliches „Danke“ – aber auch die andere Sorte ist oft genug vertreten, die trotzdem pöbeln und sich völlig daneben benehmen.
Mich als Hundehalter kotzen auch die Frauen an, die ihren Hund abgeleint durch die Gegend rennen lassen und dann das Handy am Ohr haben, wobei der Verstand dann mit Sicherheit nicht im Kopf ist !
Das gleiche halte ich von den Kerlen, die ihre Hund nicht beherrschen und sich besser einen Spitzgedackeltenfoxbernhardiner angeschafft hätten, als den Hund mit dem sie gerade unterwegs sind, denn von führen kann meistens nicht die Rede sein.
Und das alles nur weil die Kerle keine „Eier“ haben, wie sich der bayrische Titan auszudrücken pflegt!
Traurig, dass es immer wieder Hundehalter sind, die andere und die Tiere in Verruf bringen!
Ich hoffe nur das die Halter/in ermittelt wird und eine empfindliche Strafe erhält !
Das Wort "Hundeführer" sollte doch tatsächlich wörtlich genommen werden.
Ihr Beitrag gefällt mir gut, sollten doch die Menschen ihre Hunde durch die inzwischen anspruchsvoll gewordene Welt führen.
Leider versagt da der Mensch immer häufiger. Die Folgen sind bekannt...
12:32
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/pudel-zerfleischt-besitzerin-unter-schock-id6299554.html
Selbe Zeitung, selber Tag, unterschiedliche Uhrzeit und zwei Autoren - aber kein einheitlicher Bericht...?
Furchtbar, wenn so etwas passiert!
Allerdings zeigt sich wieder einmal deutlich, dass es einen echten Zusammenhalt zwischen Hundebesitzern überhaupt nicht gibt. Man soll ja nicht pauschalisieren, aber in der Regel sieht es doch oft genug so aus:
Jeder Hundebesitzer kann alles rechtfertigen, was seine Hunde tun, aber für andere Hunde fehlt jedes Verständnis und die Hundebesitzer sind sich dann spinnefeind.
Immer der, der den größeren Hund hat, hat ja keine Angst um ihn und schätzt sein Verhalten gerne als "ungefährlich" ein, deswegen gibt es so viele "Dertutnix" und "Dashatterjanochniegemacht" sowie "Dieregelndasuntersich", und das letztere ist besonders beliebt wenn die Hundebesitzer mangels Interesse, Möglichkeiten oder aus Hilflosigkeit nicht in der Lage sind, ihren Hund ordnungsgemäß zu führen.
Der Gesetztgeber sieht vor, dass Hunde
- nur von Menschen geführt werden dürfen, die dazu körperlich und geistig in der Lage sind
- den Hund so zu führen, dass von ihm keine Gefahr für Menschen und Tiere ausgeht.
Grundsätzlich benehmen sich Hunde so, wie es ihnen von ihren Menschen zugebilligt wird, und je besser ein Hund erzogen ist, um so besser und reibungsloser findet der Umgang mit ihm statt.
Ich hoffe sehr, dass die Hundeführer ermittelt werden und nicht straflos davon kommen.
Sie sollten sich was schämen! Lässt man den Gegenüber einfach im Stich?
Wo ist das Mitgefühl, wo das Verantwortungsbewusstsein?
Oder waren die Hunde schon so oft auffällig, dass man sich vom Acker machen musste?
Der alten Dame wünsche ich alles Gute und hoffe, dass sie bald über diesen Schock hinweg kommt. Vergessen kann man so ein Erlebnis wohl nie.
07:45
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20:19
ich drücke die Daumen, dass die Ermittlungen von Erfolg gekrönt sind. hoffentlich sind die Halter der Hunde nicht mittellos und die Dame bleibt trotzdem alleine auf dem finanziellen Schaden sitzen. gibt es eine Beschreibung der Halter? wäre von Vorteil.
ich mag Hunde sehr gerne, ABER hier bei uns geht auch immer eine Dame mit ihrem Hund spazieren wovon sie WEISS das er auch mal beißt. sie sagte doch glatt einmal zu mir: bitte nehmen Sie ihr Kind auf dem Arm mein Hund beißt. wohlgemerkt ist mein Kind nicht gelaufen sondern saß im Kinderwagen. äh warum lasse ich so einen Hund dann frei?
laut Ordnungsamt kann man aber nichts machen, sie müssten die Dame selbst antreffen wenn der Hund ohne Leine läuft. warum er kein Maulkorb trägt ist mir zusätzlich ein Rätsel.
Och, da kann man sicher was tun. Den Hund den ersten "Move" machen lassen, und dann kurzen Prozess machen. Die Größe des Hundes entscheidet über die Länge der Klinge. Aber lassen Sie dies lieber den Vater des Kindes machen, wir wollen doch nicht, dass ein Unglück geschieht.
19:38
Es ist leider so, dass es zu viele Hundebesitzer gibt - und Halter von Schäferhunden fallen hier sehr häufig auf - die ihre Tiere ableinen, obwohl sie diese nicht im Griff haben. Auf dem Hundeplatz "funktionieren" die Hunde in der Regel, im Alltag aber nicht. Meist handelt es sich dann auch um unbelehrbare und uneinsichtige Leute, die selbst nach solchen, oder auch nicht ganz so dramatischen Vorfällen, wieder genauso unbedarft umherlaufen und denen offensichtlich nur durch rigorose Strafen beizukommen ist.
In einem Fall wie diesem, in denen sich die Halter auch noch davonstehlen, sollte die Hundehaltung schlicht untersagt werden, da sich die Personen als ungeeignet erwiesen haben.
19:03
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