Sahara-Luft bringt den Sommer nach Bottrop

Linda sucht bei Temperaturen jenseits der 30 Grad im Stenkhoffbad Abkühlung von innen und außen.
Linda sucht bei Temperaturen jenseits der 30 Grad im Stenkhoffbad Abkühlung von innen und außen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Jetzt suchen viele Menschen Abkühlung. Zum Wochenende soll die Temperatur noch einmal deutlich steigen. Mit der Hitze wächst das Gefährdungspotenzial

Bottrop. Schöner könnten die großen Ferien kaum beginnen: Strahlender Sonnenschein so weit das Auge reicht, und das Thermometer zeigt schon am frühen Morgen mehr als 20 Grad an. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht: Das Hoch Annelie sorgt in den nächsten Tagen mit weiterer Sahara-Luft für noch höhere Temperaturen.

Die Besucher im Stenkhoffbad freuen sich auf jeden Fall über das schöne Wetter und bevölkern die Liegewiesen. Aber auch die Gäste der Eiscafés in der Innenstadt genießen sichtlich die kleine Erfrischung: „Bei der Hitze hilft einfach nur noch ein Eis“, sagt eine Passantin in der Innenstadt. Glück hat an diesen sommerlichen Tagen eindeutig, wer frei hat.

Umsatz im Getränkemarkt

Manchem Händler beschert das sonnige Wetter heitere Tage, wie etwa Sina-Maria Possemeyer vom gleichnamigen Getränkehandel: „Normalerweise wird es in den Ferien bei uns etwas ruhiger. In diesem Jahr merken wir aber schon einen deutlichen Aufschwung im Geschäft. Das schöne Wetter sorgt dafür, dass die Menschen mehr Getränke kaufen.“

Wer sein Wasser lieber direkt aus der Leitung statt aus der Flasche trinkt, braucht sich um Nachschub nicht zu sorgen: „Wir sind noch lange nicht an unserer Leistungsgrenze“, erklärt Ramon Steggink, Pressesprecher beim Wasserversorger RWW. „Selbst im so genannten Jahrhundertsommer 2003 hatten wir noch einige Kapazitäten in unserer Aufbereitung frei.“ So bleibt man gelassen, während der Verbrauch in diesen Tagen wächst.

Es drohen Waldbrände

Sorgen bereitet das heiße Wetter den Brandschützern vom Regionalverband Ruhr. Der ist unter anderem für die Kirchheller Heide zuständig und muss bei diesen hohen Temperaturen Waldbrände sofort erkennen, besser noch im Vorfeld verhindern. „Wir haben deshalb schon seit einiger Zeit den Brandmeldeturm auf der Halde Haniel besetzt“, erklärt RVR-Sprecherin Barbara Klask. „Seit Anfang März gilt bereits ein absolutes Rauchverbot in allen Wäldern.“ Denn Rauchen sei in Verbindung mit längeren Trockenperioden die Hauptursache für Gefährdungssituationen. „Auch Grillen und offenes Feuer stellen ein großes Risiko dar und sind im Wald ebenfalls ganz klar verboten“, so die Sprecherin.

Ein wenig beachtetes, aber nicht minder gefährliches Risiko liefern herumliegende Glasscherben. Barbara Klask: „Bei entsprechendem Lichteinfall wirkten sie wie eine Lupe, die als Brennglas eingesetzt wird. Trockene Stellen werden auf diese Weise entzündet.“