Sabotage: Aus Fernleitung tritt Methanol aus

Ein Spaziergänger entdeckte am Sonntagmorgen in Ellinghorst ein Leck im Fernleitungsnetz der BP Ruhr Öl. Aus einer oberirdischen Leitung, die von Scholven zum Hafen Bottrop führt, spritzte giftiges, leicht entzündliches Methanol. Das Leck befand sich noch auf Gladbecker Stadtgebiet zwischen den Naturschutzgebieten Halde Ellinghorst und Halde Rheinbaben. Das Rohr war angesägt worden.

Wer für die Sabotage verantwortlich ist, steht noch nicht fest. „Die Staatsschutz-Abteilung der Polizei übernahm die Ermittlungen und prüft dabei auch, ob es sich um eine politisch motivierte Tat handeln könnte“, so Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Ein kleiner Schnitt war in den 14 Millimeter starken Stahl gesägt worden. Nachdem der Zeuge die Leckage angezeigt hatte, wurde die Leitung umgehend abgestellt. Auch das Umweltamt des Kreises Recklinghausen sei informiert worden, so Stefanie Hansen, BP-Sprecherin. Wie viel Methanol ausfließen konnte, ist unklar. „Insgesamt wurden an der Stelle aber 35 Kubikmeter Boden ausgekoffert und in vier Containern abtransportiert.“