Rund um St. Suitbert in Bottrop arbeiten die Bagger

Die Erdarbeiten rund um die Kirche in Vonderort sind in vollem Gange. Im Herbst nächsten Jahres soll alles fertig sein.
Die Erdarbeiten rund um die Kirche in Vonderort sind in vollem Gange. Im Herbst nächsten Jahres soll alles fertig sein.
Foto: Michael Korte
Die Bauarbeiten für das neue Seniorenzentrum der Malteser in Vonderort laufen. Am Freitag ist offiziell erster Spatenstich und Grundsteinlegung für das „Dorf St. Suitbert“. Veränderungen gibt es auch rund um den Kindergarten.

Bottrop..  Rund um St. Suitbert in Vonderort sind die Bagger am Werk. Das Gelände um die Kirche wird umgewühlt, die Arbeiten zum „Dorf St. Suitbert“ – so der Name des Bauprojekts – sind in vollem Gange. Wie berichtet entsteht ein Seniorenzentrum rund um die Kirche. Sie bleibt als Mittelpunkt des Komplexes erhalten. Gleiches gilt für den Kindergarten.

Am Freitag erfolgt der erste Spatenstich und gleichzeitig auch die Grundsteinlegung. Zurzeit laufen die Erdarbeiten um die Kirche. Bauherr und Investor Oliver Helmke hat den Herbst 2015 für die Fertigstellung angepeilt. „Wir wollen hier alles in einem Bauabschnitt abwickeln“, erklärt er. Das habe er den Anwohnern versprochen. Das Wort „alles“ bedeutet in dem Zusammenhang, dass eben nicht nur das Seniorenzentrum fertig sein soll. Auch die Um- und Anbauten am Kindergarten sollen dann beendet sein, ebenso der Neubau eines Hauses am Quellenbusch.

Küsterhaus wird abgerissen

Doch bisher wird rund um die Kirche nur gebuddelt. Das ehemalige Pfarrhaus ist bereits verschwunden, auch am Küsterhaus, das auf dem Teil des Kirchengeländes zum Quellenbusch steht, knabbern die Abrissbagger. Doch nicht überall wird abgerissen. Am Kindergarten wird inzwischen schon wieder aufgebaut. Das Gebäude wird mit dem ehemaligen Pfarrsaal der Gemeinde verbunden. So entsteht eine vierte Gruppe, und in Zukunft wird in Vonderort auch die Betreuung von unter Dreijährigen angeboten.

Herzstück des Projekts ist die katholische Kirche. Die hat Helmke zwar übernommen, sie bleibt aber als geweihte Kirche erhalten. Um sie herum entsteht das Seniorenzentrum mit direkter Verbindung in die Kirche. Bauherr ist Oliver Helmke, doch Betreiber des Seniorenzentrums sind die Malteser. Mit dem Orden existiert ein langfristiger Mietvertrag. Auch die barrierefreien Wohnungen, die am Quellenbusch entstehen, werden von den Maltesern übernommen, der Kindergarten ist in städtischer Trägerschaft.

Das Heim mit den 90 Plätzen und die Seniorenwohnungen schließen eine Lücke in dem Stadtteil. Bisher mussten Menschen, die nicht mehr allein in ihrer Wohnung bleiben konnten, Vonderort verlassen. Das mag ein Grund für die Akzeptanz des Vorhabens sein. „Die Zusammenspiel aller Beteiligten ist hervorragend“, sagt Helmke. Die katholische Kirche, Malteser und Stadt hätten sehr gut miteinander kooperiert. Von Anfang an sei klar gewesen, dass das Projekt nur mit einem katholischen Träger verwirklicht werden könne.

Jetzt laufen die Bauarbeiten, und der Projektentwickler gerät ins Schwärmen über die „Dorfstruktur“, mit der man im Prinzip das wieder aufgreife, was vor 900 Jahren gang und gäbe war – die Bebauung konzentriert sich um die Kirche. Doch der Teil des Seniorenzentrums an der Suitbertstraße kann ganz schön wuchtig wirken. Hier versucht Helmke durch einen optischen Kniff vorzubeugen. In Höhe der Kirche springe die Fassade zurück. Dieser Bereich soll zusätzlich begrünt werden. Dadurch wirke das Gebäude nicht so massiv, sondern erwecke den Eindruck, als seien es zwei Häuser, beschreibt Helmke die Idee. Zusätzlich sei der Abstand zu den Nachbarn jetzt noch einmal vergrößert worden, so entstünde zusätzlich Raum für Bäume und Ersatzpflanzungen.