Ruhe und Komfort im MRT

Das Knappschaftskrankenhaus hat ein MRT der neuesten Generation bekommen. Chefärztin Dr. Svenja Hennigs zeigt das medizinische Gerät, das fast den ganzen Raum ausfüllt.
Das Knappschaftskrankenhaus hat ein MRT der neuesten Generation bekommen. Chefärztin Dr. Svenja Hennigs zeigt das medizinische Gerät, das fast den ganzen Raum ausfüllt.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop gibt es einen neuen und geräuscharmen Magnetresonanz-Tomographen zur Früherkennung von Krankheiten.

Bottrop..  Ein Klopfen fast so laut wie das eines Presslufthammers mussten Patienten bislang aushalten, wenn eine Magnetresonanz-Tomographie (MRT) erfolgen musste. Wesentlich leiser geht’s fortan bei einer solchen Untersuchung am Knappschaftskrankenhaus Bottrop zu. „Quiet Suite“ nennt sich diese wesentlich leisere Technologie, die ein neuer 3-Tesla-MRT mit sich bringt. Und nicht nur das: Die Bilder haben eine deutlich bessere Qualität und der Komfort des Patienten ist wesentlich höher. „Uns bringt so schnell nichts ins Stauen,“ meint Dr. Svenja Hennigs, Chefärztin der Abteilung Radiologie, Nuklearmedizin und Neuroradiologie. „Aber dieses Gerät bedeutet einen extremen Quantensprung in der bildgebenden Diagnostik.“

Natürlich hat die Kernspintomographie am KK Bottrop eine langjährige Tradition. Bei der Früherkennung von Erkrankungen liegt ihr großer Vorteil gegenüber anderen bildgebenden Verfahren darin, dass sie statt mit schädlichen Röntgenstrahlen mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Untersuchungen mit dem MRT eignen sich vor allem für Aufnahmen von Gehirn, Wirbelsäule, Blutgefäßen, Gelenken und Knochen.

Seit Mitte Mai ist das neue 3-Tesla-Gerät im KK Bottrop im Einsatz. „Ein solches Gerät bietet eine wesentlich bessere Bildqualität als die weit verbreiteten 1,5-Tesla-Geräte“, erläutert die Chefärztin. „Gegenüber unserem alten 3-Tesla-Gerät zeigen sich jedoch auch enorme Unterschiede.“ Zum einen biete das Gerät deutlich besseren Komfort für den Patienten, die Liege sei bequemer, der Tunnel breiter und durch eine Lichtleiste erleuchtet. Absolutes Highlight sei jedoch die „Quiet Suite“-Technologie, mit der Möglichkeit zu einer um 40 Prozent geräuschreduzierten Untersuchung. So liegt die Geräuschbelastung im neuen MRT gerade einmal bei 64 Dezibel - gleichsam einer normalen Unterhaltung. „Gerade für ängstliche Patienten ist die deutlich angenehmere Atmosphäre bei der Untersuchung ein riesiger Vorteil.“ Allerdings dauere die Untersuchung im „Quiet Suite“ etwas länger.

Für die Mediziner selbst ist die hohe Bildqualität des neuen Magnetresonanz-Tomographen wertvoll. „Die Detailerkennbarkeit beispielsweise von Nerven, Sehnen, Knorpel und Gelenkstrukturen ist unfassbar besser geworden“, so Hennigs. Fortan seien auch Ganzkörperuntersuchungen, die Darstellung von Blutgefäßen ohne Kontrastmittel sowie die Untersuchung von Patienten mit künstlichen Gelenken möglich.