Rodeln und Klettern
11.05.2007 | 01:12 Uhr 2007-05-11T01:12:22+0200Das Alpincenter hat Bauanträge für zwei neue Aktivitäten draußen auf der Halde gestellt. Der Stadt reichen die Unterlagen nicht aus. Anwohner des Johannestals in Sorge
Das Alpincenter hat Bauanträge für Sommerrodelbahn und Klettergarten gestellt. Der Stadt reichen aber die vorgelegten Planungsunterlagen noch nicht aus. Ob der vom ACT schon für Juni angekündigte Klettergarten also zeitnah aufgebaut werden kann, ist fraglich. Wenn's für die Sommerrodelbahn erst Herbst wird, dann muss aber nicht der Sommer des nächsten Jahres abgewartet werden, denn diese Rodelbahn ist eigentlich ganzjahrestauglich.
Wieder hellhörig geworden sind die Anwohner des Johannestals, die von den Plänen erfahren und sie auch eingesehen haben. Was sie vor allem stört: die beiden neuen Aktivitäten werden auf die Nordseite der Ski-Halde gesetzt - "genau zu uns hin".
ACT-Geschäftsführer Wolfgang Langmeier: "Wir haben immer gesagt, dass wir naturnahe Aktivitäten wie das Rodeln zur schönen Nordseite in Richtung Münsterland hin anlegen, nur die lauteren zur Prosperstraße." Laut - das wäre das, was mit Cross-Rennen etc. angesprochen wurde - "uns aber im Moment überhaupt nicht interessiert."
Langmeier betont, dass es grundsätzlich wichtig sei, im Sommer mit dem Alpincenter keine negativen Zahlen zu schreiben, also neue Aktivitäten auf die Halde zu bringen. Dazu sei die Sommerrodelbahn sehr gut geeignet: "Sie wird einzigartig in NRW."
Sorgen der Anwohner wegen der Geräuschentwicklung weist Langmeier zurück. Es gebe als Sommerrodelbahn ein leises Schienen-Modell mit Gleisen, die 20 bis 25 cm über dem Boden liegen und sich ins Grün gut einpassten.
Die Stadt fordert nach Auskunft von Bauordnungsamtsleiter Reiner Struck noch "vernünftige Unterlagen" über die beiden Bauvorhaben. Die vorhandenen seien noch zu wenig aussagekräftig - ebensowenig wie die Pläne zum Klettergarten.
Lärmgutachten lägen schon vor, seien aber von der Stadt noch nicht geprüft worden.
Neue Planverfahren müssten aber nicht laufen, so Struck. Die Fläche für den mobilen Klettergarten sei schon in der früher ausgewiesenen Sonderbaufläche enthalten Und für die Sommerrodelbahn bedürfe es auch keiner Bebauungpslan-Änderung, weil es sich bei der Bahn nur um ein linienförmiges Durchschneiden festgelegter Waldflächen handele.
Wolfgang Langmeier spricht davon, dass es für den Hersteller der Sommerrodelbahn ein Novum bedeute, so viele Pläne vorlegen zu müssen wie es hier die Stadt verlange. "Aber wir wollen alle zufrieden stellen."
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