Alpincenter
Rodelbahn in Bottrop steht weiter still
23.12.2009 | 09:10 Uhr 2009-12-23T09:10:00+0100
Bottrop. Die Rodelbahn am Alpincenter in Bottrop steht weiter still. Der Stadt liegt noch kein Gutachten vor, das die Sicherheit der Bahn belegt. Im Oktober war dort ein Wagen bei starkem Regen aus den Schienen gesprungen. Dabei wurden zwei Menschen verletzt.
Die Sommerrodelbahn am Alpincenter bleibt weiterhin geschlossen - „bis uns ein Gutachter nachweist, dass alles in Ordnung ist”, sagt Reiner Struck, Leiter des Bauaufsichtsamtes der Stadt, das die Bahn im Oktober stillgelegt hatte, nachdem dort ein Wagen aus den Schienen gesprungen und Menschen verletzt worden waren.
Stolz hatte das Alpincenter bei Inbetriebnahme der Anlage von einer „Allwetterbahn” gesprochen, ganzjahrestauglich, bei Wind und Wetter. Aber dann im Oktober machte offenbar Nässe der Bahn zu schaffen. „Jetzt muss bewiesen werden, dass die Allwetterbahn bei jedem Wetter funktioniert”, sagt Struck. Und der Beweis ist noch nicht angetreten worden.
„Wir lassen die Bahn wieder öffnen, wenn uns ein Gutachter versichert, dass die Bahn so nachgerüstet ist, dass sie bei Nässe und auch beim Nicht-Bremsen der Nutzer nicht aus der Spur kommt”, steckt Struck auch den Rahmen ab. Denn da streiten sich noch die Gelehrten: Nach Angaben von Alpincenter-Geschäftsführer Wolfgang Langmeier stellt sich der Hersteller der Bahn auf den Standpunkt, es sei eine Sportanlage, bei der die Rodler hundertprozentig eigenverantwortlich handeln und demnach auch selbst bremsen müssen.
Unfälle nicht immer zu verhindern
Der Unfall im Oktober war nicht der erste auf der Sommerrodelbahn. Aber die anderen waren stets auf Fehlverhalten der Fahrgäste zurückzuführen, betonte ein Sprecher des Alpincenters.
Das aktuelle Problem ist eher von grundsätzlicher Art. Der Wagen war bei starkem Regen aus der Führungsschiene gesprungen, zwei Männer stürzten einen Meter in die Tiefe und wurden verletzt. Der Bob war offensichtlich nicht richtig abgebremst worden.
Bei rechtzeitigem Abbremsen durch die Rodler wäre, so steht zu vermuten, der Wagen nicht aus der Schiene getragen worden. Demgegenüber steht wohl die Forderung, die Sicherheit der Fahrgäste nicht von ihrem eigenen Fahrverhalten abhängig zu machen, sondern in jedem Fall durch eine Zwangsbremsung Schlimmes zu verhindern. Und das vor allem bei jedem Wetter.
Wobei man natürlich nicht alles verhindern könne, sagt Struck. „Wenn sich einer während der Fahrt abschnallt, aufsteht, einen Fuß aus dem Wagen hängt - das ist natürlich anders zu bewerten, da wäre dann das eigene Verhalten schuldhaft, der Unfall verhaltensbedingt.” Aber bei einer Allwetterbahn könne nicht das Wetter Schuld an einem Unfall tragen, bei dem doch eine Zwangsbremsung hätte greifen müssen.
Jetzt ist vom Alpincenter zwar über die Auslauf-Stelle im Tal ein Wetterschutz-Dach gebaut worden - „aber wir haben kein Gutachten vorliegen, das die Wirksamkeit des Daches bestätigt, das die Bremswirkung wetter- und nutzerunabhängig erhalten sollte”.
Wolfgang Langmeier sieht den Stillstand der Bahn zu dieser Jahreszeit als nicht so dramatisch an, im Winter zähle ja eher das Skifahren. Und bis zu wärmeren Tagen sollte eine Lösung gefunden sein, hofft er.
12:21
Rein theoretisch KANN man bei der Fahrt auf einem Alpine Coaster von Wiegand bremsen (z.B., wenn Schnarchnasen mit gefühlten 5 km/h, die vor einem selbst fahren, die Bahn ,,blockieren), theoretisch aber sind die Bahnen / Coaster SO ausgelegt, dass auch bei ungebremster Fahrt ein ,,Bob respektive ,,Schlitten keinesfalls, unter KEINEN UMSTÄNDEN (!!!), aus den Schienen springen kann und DARF!
Und, wie bereist ein Vorredner meinte: in Extremsituationen wird ja quasi automatisch gebremst.
Hier also den Fahrern einen Vorwurf zu machen, ist ein Witz, denn vollkommen unabhängig vom Fahrverhalten (wobei das Extremste ja wäre, eben nicht zu bremsen, bewusst) DARF kein Schlitten aus den Schienen springen - die Verantwortung tragen einzig und allein die Betreiber und der Hersteller.
Dass es eben doch passiert, wirft kein gutes Licht auf den Betreiber UND den Hersteller, dessen Produkt an sich funktionieren sollte und bisher eigentlich eine hohe Qualität suggeriert hat.
08:20
Sieht von der Bauweise her aus wie die der Trapper Slider in Fort Fun...stimmts? Den fand ich jetzt OK, hab da auch eher wenig gebremst :-). Aber ich habe auch darauf geachtet mich und andere nicht zu gefährden.
Eigentlich merkt man doch, wenns zu schnell ist.
Leider haben einige Leute
1. in Physik gepennt
2. überhaupt kein Gefühl für Bewegung und deren Auswirkungen
(dafür gibts z.B. Sportunterricht)
3. nicht das geringste Bewusstsein darüber, dass sie andere gefährden bzw. schon, aber es ist ihnen völlig egal.
Eigenverantwortlich bremsen: Wenn ich mich an Fort Fun erinnere, dann steht da eine recht große Tafel, die man von der Warteschlange aus sehen kann. Diese sagt u.A. dass man Verantwortung trägt und andere nicht gefährden soll. Aber wer liest sowas heute noch?
Das lässt sich auch auf eine Reihe Teilnehmer des Straßenverkehrs übertragen.
02:00
Hmm, ich bin schon mehrere Anlagen der Firma Wiegand gefahren (die Anlage in Bottrop bislang nicht), aber generell muss man sagen dass die Teile schon sehr gut gebaut sind.
Die Bremsen hauen wirklich ordentlich rein, die lassen sich auch Regen kein bisschen anmerken.
Die Bremse sitzt bei den Dinger unter einer Schiene (auf dem Foto hier auch zu sehen - leider kein Wagen mit abgebildet, die Bremsschiene existiert bei den mir bekannten Anlagen auf der gesamten Strecke mit Ausnahme des Lifts und des Bahnhofs) - Wird man zu schnell oder droht abzuheben wird man also automatisch gebremst. Das Fahrzeug kann also eigentlich nicht entgleisen - Ich frag mich echt wie zum Geier die das hingekriegt haben?!
...also gegenüber den alten Sommerrodelbahnen ohne Schienenführung, wo man nun wirklich ohne große Anstrengungen mal außerhalb der Fahrbahn landen kann und sich auch problemlos Schürfwunden zufügen kann wenn man gerne schneller fährt, sind diese Dinger nun wirklich absoluter Kindergarten.
Es steht auch immer dick und fett dabei dass das Sport-Anlagen sind...
21:58
Bei rechtzeitigem Abbremsen durch die Autofahrer wäre, so steht zu vermuten, der Wagen nicht von der Fahrbahn getragen worden. Demgegenüber steht wohl die Forderung, die Sicherheit der PKW -Fahrer nicht von ihrem eigenen Fahrverhalten abhängig zu machen, sondern in jedem Fall durch eine Zwangsbremsung Schlimmes zu verhindern. Und das vor allem bei jedem Wetter und jeder Verkehrslage.
Lächerlich dieses Deutschland.
Was machen wir dann beim Skilaufen?
16:57
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