Revierglockenchor vor Veränderungen
19.12.2010 | 16:50 Uhr 2010-12-19T16:50:00+0100
Bottrop. Der Revierglockenchor Bottrop feierte sein 25-jähriges Bestehen mit Matinee und Empfang in der Martinskirche.
1985 wurde der Schülerchor von Kirchenmusikdirektor Gerhardt Kemena und dem damaligen Superintendenten Helmut Disselbeck aus der Taufe gehoben. Die 28 Schülerinnen und Schüler des Josef-Albers-Gymnasiums traten nicht nur deutschlandweit, sondern auch in Belgien, England und Frankreich auf. Dazu kamen Auftritte im Rundfunk und Fernsehen.
„Zum 140. Jubiläum des Bergwerks Prosper Haniel spielte der Chor sogar unter Tage“, erinnert sich Annika Dettloff, Mitglied des ehemaligen Schülerchores und nun wieder Teil des Ensembles. „Zuvor musste die Leitung jedoch alle Eltern um Erlaubnis zu fragen, ob die Kinder überhaupt in das Bergwerk dürfen“, erzählt sie.
Mitte der 90er, als Gründer Gerhard Kemena in den Ruhestand ging, pausierte der Glockenchor. Im Jahr 2000 startete er jedoch dank des Engagements der Kreiskantorin Daniela Ratajczak erneut. Die Glocken waren dieselben, die Gruppe jedoch wandelte sich von einem Schülerchor zu einem Ensemble aus Mitgliedern der Gemeinde. Deutschlandweit gibt es nur rund 30 Handglockenchöre.
Seit August 2008 ist Kreiskantor Matthias Uphoff Leiter des Chors. „Im nächsten Jahr wird sich einiges verändern“, verkündete er während der Matinee in der Martinskirche. „In dieser Formation spielen wir heute zum letzten Mal“, kündigte Uphoff an.
Die verschiedensten Klänge ertönten in der Martinskirche, auch wenn jede Glocke für sich nur einen einzelnen Ton erzeugen kann. „Es gibt viele Möglichkeiten, die Glocken zu spielen“, so Kantor Matthias Uphoff.
Neben den interessierten Gästen und dem Superintendenten Detlef Mucks-Büker folgten viele ehemalige Mitglieder der Einladung, dem elfköpfigen Ensemble zu gratulieren.
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