Rehe in Bottrop von wildernden Hunden getötet
13.10.2011 | 15:28 Uhr 2011-10-13T15:28:00+0200
Bottrop.Hunde freuen sich über Auslauf, vor allem ohne Leine. Dieses unerlaubte Vergnügen gönnen manche Hundehalter ihrem Tier bei einem Waldspaziergang, und der Hund folgt seinen Instinkten: Er scheucht Wild auf und jagt.
Drei tote Rehe hat Jagdaufseher Michael Kohne seit Mitte Juli im Jagdbezirk zwischen der Halde Schöttelheide und der Oberhausener Straße gefunden. Einem jungen Reh wurde die Kehle durchgebissen, ein Kitz verendete mit aufgerissenem Leib. Der Jagdaufseher und Hundebesitzer ist überzeugt: Streunende Hunde haben das Wild gehetzt und erlegt. Die Rehe starben nicht etwa einen schnellen und schmerzlosen Tod, sondern sie starben qualvoll. Auf eine Anzeige bei der Polizei hat der Jagdaufseher verzichtet, die letzte hat er im Januar erstattet, als Hunde ein Rehkitz gerissen hatten, und die Ermittlungen verliefen im Sande.
"Hunde sind ausdauernder"
Kohne und Jagdpächter Dr. Theo Plajer aus Essen fragen sich, was einem Hundehalter durch den Kopf geht, wenn sein Vierbeiner nach einem langen und unbeobachteten Streifzug durch den Wald am Spechtsbach mit blutiger Schnauze zurück kommt. Ein Hund kann schnellem Rehwild nicht gefährlich werden? Irrtum, sagt Kohne: „Rehwild ermüdet rasch. Hunde sind ausdauernder.“ Mein Hund tut das nicht? Alle Hunde, stellt der Jagdaufseher fest, stammen vom Wolf ab, einem Jäger. Unterschiedliche Rasse haben unterschiedliche Eigenschaften, aber vom Urinstinkt her bleiben sie Jäger. Und was die Größe betrifft: „Ab mittlerer Größe kann jeder Hund ein Reh reißen.“ Dem eingeborenen Trieb folgt fast jeder Hund - wenn man ihn lässt.
An dieser Stelle kommen Hundebesitzer ins Spiel, die ihre Tiere im Naturschutzgebiet südlich der Halde nicht anleinen, obwohl dort Leinenzwang herrscht. Wenn Kohne sie trifft, will er Überzeugungsarbeit leisten: Das Wild sei zu Hause im Wald, der Mensch zu Besuch, und er solle sich, bitteschön, an Spielregeln halten. Wer Hunde frei laufen lasse, handele fahrlässig und nehme in Kauf, dass Wild leide, gehetzt und getötet werde. Das „Drama mit dem Kitz“, das sich nach Kohnes Überzeugung auf der Flucht vor einem wildernden Hund schwer verletzte und den Leib aufriss, bleibt ihm in Erinnerung.
Hektik und Stress in der Tierwelt
Kohne kennt die Assoziation: Ein Reh zu erlegen, sei letztlich auch das Ziel des Jägers. Aber er schieße nicht unkontrolliert und wahllos, sondern folge einem Plan. Und: „Wir als Jäger töten schonend“, betont Jagdpächter Dr. Plajer die menschliche Absicht im Gegensatz zum hündischen Instinkt.
In dem Jagdrevier von 200 ha Größe halten sich nach Schätzung des Aufsehers 20 bis 30 Stück Rehwild auf, hinzu kommen Wildschweine, Füchse, Hasen, Dachs und Iltis. „Man kann viel sehen, wenn das Revier nicht beunruhigt ist“, sagt Jagdpächter Dr. Theo Plajer. Streunende Hunde hingegen bringen Hektik und Stress in die Tierwelt - wenn nicht Schlimmeres.
21:26
@oderfla - ich lese nie berechtigte Kritik von Ihnen, sondern Sie geben immer nur Ihren Hundehass preis - wie armselig
13:15
......wie jetzt, ALLES??
was will uns dieses statement sagen? wieso können die hundeNARREN keine berechtigte kritik vertragen?
11:57
43
Ihnen würde ich ALLES zutrauen!!!!
01:31
@47
Man kann,erstaunlicherweise,ohne Führerschein Autofahren.
Was sollte einen Jagdscheinlosen Jäger bremsen?!
17:09
So schrecklich der Vorfall auch ist - so einfach mal den Hund abknallen, das wird kein vernünftiger Jagdpächter oder Jagdaufseher tun. Die Beweispflicht, dass der Abschuss absolut notwendig war, liegt beim Schützen, denn schließlich hat er massiv in die Eigentumsrechte des Hundebesitzers eingegriffen. Wie will er dies beweisen - und wenn der Hundebesitzer in der Nähe war oder dies zumindest angibt, dass liegt ja auch noch eine Gefährdung vor. Für den Jäger kann dies zur Folge haben, dass er seinen Jagdschein erst mal für lange Zeit los ist, wenn er ihn denn überhaupt wiederbekommt. Das wird niemand so schnell riskieren.
Selbstverständlich ist jeder Hundeführer verpflichtet, dafür zur sorgen, dass der Hund sich immer und jederzeit in seinem Einflussbereich befindet - aber freilaufen dürfen außerhalb bebauter Ortschaften auch Hunde, die unter die 40/20-Regelung fallen - außer Hunde die unter die sogenannten Anlagehunde 1 und 2 fallen. Auf Waldwegen dürfen Hunde unangeleint laufen, sofern sie die Wege nicht verlassen - also nicht stöbern gehen - anderenfalls müssen Schilder darauf hinweisen, dass Hunde angeleint zu führen sind.
Mein Hund läuft, sobald es möglich ist, immer frei herum - und er ist größer als 40 cm und schwerer als 20 kg. Aber er bleibt auch in meiner Nähe - anderenfalls käme er an die Schleppleine.
Und @oderfla - ja, ich habe immer Tütchen dabei.
@thorgo - es ist falsch, dass Hunde vom Goldschakal abstammen. Diese von Konrad Lorenz aufgestellte These ist mittlerweile schon lange widerlegt und es konnte durch DNA-Tests auf bewiesen werden, dass der Stammvater unserer Haushunde der Wolf ist.
15:06
Hilft bestimmt.
15:06
Einfach nur arm drann dieser Mensch.
15:05
@43
Schreiben Sie doch mal ein Buch!
Hat der Kallmund auch gemacht!
Hift bestimmt.
12:23
...ach möppi, die verbledung und die ignoranz vierler hundeNARREN sind das eine, recht und gesetz das andere! das recht ist ganz klar auf seiten der jäger! PENG!.......um nicht weiter vom thema abzuschweifen!
aber der nächste artikel über hundeNARREN und den damit zusammenhängenden irrsinn ist sicher schon in arbeit.....dann können sie wadenbeissend -wie ihr vermenschlichtes nutzlosVieh- wieder meine sachlichen stellungnahmen zum thema kommentieren!
bis denne, möppi!
19:32
@37
Sie sollten mal wieder vor dieTür gehen.Ausgerüstet mit Papier und Stift könnten Sie in Ihrem Revier Falschparker anzeigen.Da tun Sie etwas sinnvolles und kommen auch wieder mit Menschen in Kontakt.