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Verkehrssicherheit

Reflektierende Kleidung gibt Schutz

23.11.2011 | 18:20 Uhr
Reflektierende Kleidung gibt Schutz
/ WAZ FotoPool

Bottrop. Mit einer Wanderausstellung im Saalbau macht die Polizei auf erhöhte Risiken im Straßenverkehr zur dunklen Jahreszeit aufmerksam.

Unfälle bei Dämmerung oder bei Dunkelheit sind deutlich folgenschwerer als Unfälle bei Tageslicht, hat die Polizei festgestellt. Der Grund liegt in den schlechten Sichtverhältnissen. Bei Nacht sinkt die Sehleistung des Auges auf 5 Prozent des Tageswerts ab. Mit ihrer Kampagne für besseres Sehen und erhöhte Sichtbarkeit wenden sich die Verkehrssicherheitsberater aus dem Kreis Recklinghausen vor allem an Fußgänger und Radfahrer: Sie können mit eigener Initiative viel für ihre Sicherheit tun.

Tragen sie dunkle Kleidung, sind sie für den Autofahrer kaum sichtbar, helle Kleidung ist nur wenig besser - nur mit reflektierender Kleidung werden sie wahrgenommen. Wenn diese Botschaft die 33 Schulklassen aus Bottrop erreicht, die bis 25. November die Ausstellung besuchen werden, dann sind auch die Verkehrssicherheitsberater Rolf Schmidt und Udo Grimmelt zufrieden. Aha-Erlebnisse vermittelt die Ausstellung, geöffnet von 8 bis 15 Uhr, aber auch erwachsenen Besuchern. Für sie gilt: Alle 13 Jahre benötigt das menschliche Auge die doppelte Lichtmenge, um ebenso gut sehen zu können wie ein Zwanzigjähriger.

Die Ausstellung ist gegliedert in vier Themenbereiche. Einer dieser Schwerpunkte gilt dem Fahrrad und seiner Beleuchtungsausrüstung, die übrigen konzentrieren sich auf die Wahrnehmung des Autofahrers und das Erscheinungsbild des Fußgängers. Im abgedunkelten Zelt wird demonstriert, was der Fahrer wahrnimmt, wenn er auf unterschiedlich gekleidete Fußgänger und Radler zufährt: Bei 50 km/h erkennt er eine dunkel gekleidete Person erst in 25 m Nähe - der Anhalteweg seines Pkw ist allerdings länger.

Fluoreszierende Materialien am Körper erhöhen die Auffälligkeit bei Tageslicht und Dämmerung, bieten aber nach Überzeugung der Polizei keinen ausreichenden Schutz im Dunkeln. Den gewährleisten Streifen oder Kleidung aus retro-reflektierendem Material. Wer gezielt sucht, entdeckt im Handel Angebote, sagen die Verkehrssicherheitsberater. Im dunklen Zelt zeigt sich auch, dass geschicktes Anbringen der reflektierenden Streifen dafür sorgt, dass ein menschlicher Umriss schneller erkannt wird.

Auch ein Sehtest wird angeboten. „Dabei fallen 15 bis 20 Prozent der Schüler auf“, stellt Verkehrsberater Grimmelt fest. Die Resultate werden dem Klassenlehrer mitgegeben, damit sie die Eltern erreichen.

Marie-Luise Schmand

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