Ratsparteien lehnen Parkplätze für Elterntaxis ab

Die geplante Elternhaltestelle an der Bottroper Straße - doch kein Vorbild?
Die geplante Elternhaltestelle an der Bottroper Straße - doch kein Vorbild?
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Was wir bereits wissen
Sowohl CDU als auch ÖDP halten nichts von der Idee. Auch Linke und DKP sind skeptisch.

Bottrop..  Eine ganze Reihe von Ratsparteien lehnt Elternparkplätze in der Nähe von Schulen ab. Sowohl CDU als auch ÖDP, Linkspartei und DKP halten deren Einrichtung für keine gute Idee.

„Wir sollten auf keinen Fall Elternhaltestellen vor Schulen einrichten. Das Geld hat die Stadt nicht“, erteilte etwa ÖDP-Ratsherr Johannes Bombeck den Überlegungen der Stadtverwaltung eine Absage. Wie berichtet, denkt das Straßenverkehrsamt über solche Haltepunkte nach, weil Elterntaxis von etlichen Schulen ein Verkehrschaos verursachen, wenn sie Schulkinder zum Unterricht bringen oder von der Schule abholen.

Kinder sollen möglichst zu Fuß gehen

„Wir verlagern damit nur das Problem ein Stück weit von den Schulen weg“, ist auch CDU-Ratsherr Frank Kien skeptisch. „Die Eltern wollen zwar eigentlich nur das Beste, sie tun ihren Kindern aber keinen Gefallen damit“, meint der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Eigen. Es sei besser, wenn Kinder gemeinsam zu Fuß zur Schule gehen können. Ziel sollte es sein, Schulwege sicherer zu machen, wo es Gefahrenstellen gebe, stimmt ihm sein Vonderorter Parteifreund Christian Geise zu. „Wir sollten bei Straßenneubauten wie in Grafenwald oder Vonderort möglichst sofort breitere Fußwege schaffen“, rät der Ratsherr.

Keine Verkehrsprobleme, wenn Polizisten zur Stellle sind

ÖDP-Ratsherr Bombeck verwies darauf, dass nur gut ein Fünftel der Schüler von ihren Eltern mit dem Auto gebracht werden. „Das führt im Zweifel wenige Minuten am Tag zu Problemen“, sagte er. Wenn Polizisten an Ort und Stelle seien, komme es zumeist nicht einmal zu den beklagten Verkehrsproblemen.