Ratsleute im Windrad-Streit heftig beschimpft

Vertreter von SPD und CDU haben sich über eine regelrechte Feindseligkeit von Windrad-Gegnern beklagt. So wies SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Göddertz darauf hin, dass er und seine Parteifreunde bei der Debatte im Saalbau über die Windrad-Pläne des Alpincenters von einer Reihe von Anwohnern heftig beschimpft worden waren. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Hirschfelder bedauerte, dass Mitgliedern der Bürgerinitiative Johannestal die Bereitschaft zu einem echten Meinungs austausch über das Windrad fehle. „Zu einem Gespräch gehört doch zumindest die Bereitschaft, Argumente austauschen zu wollen“, sagte der Ratsherr, doch die Johannestal-Initiative lasse Argumente, die nicht ihre seien, gar nicht gelten. Das Moderationsverfahren zum Windrad sei eigentlich ein geeigneter Weg zum Ausgleich von Meinungsverschiedenheiten unter diesen Bedingungen aber zum Scheitern verurteilt, lautete das Fazit der meisten Ratsparteien. „Es war den Versuch wert“, sagte auch Linkspartei-Ratsherr Christoph Ferdinand, das Resultat aber enttäuschend. „Wir hatten uns mehr erhofft, vor allem einen Dialog“, sagte auch Sigrid Lange von den Grünen. Der Rat müsse nun so schnell wie möglich zu einem Beschluss kommen, ob das Verfahren für den Bau des Windrades auf den Weg gebracht werde.