Rangelei um Kunstrasen
04.05.2010 | 19:12 Uhr 2010-05-04T19:12:00+0200
Die Fußballvereine würden ihre Mannschaften lieber heute als morgen auf Kunstrasenplätze auflaufen lassen. „Auf Kunstrasen können sie besser spielen. Im Sommer wirbeln sie nicht so viel Staub auf wie auf den alten Tennenfeldern, und bei Regen spritzt kein Matsch“, erklärte Gerd Kießlich, der Leiter des Sport- und Bäderbetriebes.
Doch nur die Fußballer des SV Rhenania in der Boy spielen schon auf Kunstrasen. Dass die Kicker von Blau-Weiß-Fuhlenbrock bald auf Bottrops zweitem Kunstrasenspielfeld auf der Sportanlage Jacobi gegen den Ball treten, fand schon nicht ungeteilten Beifall der Fußballfreunde. Gegen alte Pläne, den dritten Kunstrasen im nächsten Jahr in Vonderort auszurollen, laufen Kicker und Politiker nun sogar regelrecht Sturm.
Die unumstrittene Nummer ein ist der Sportplatz in Rheinbaben
Denn nach den Kriterien, die der städtische Sport- und Bäderbetrieb anlegt, liegen die Vonderorter unter den Kunstrasen-Anwärtern weit zurück. Die unumstrittene Nummer eins des mit Ratsmitgliedern besetzten Betriebsausschusses ist der Sportplatz in Rheinbaben. Im nächsten Jahr soll danach der SV Fortuna seinen Kunstrasen bekommen, und 2012 dann die Clubs SV Vorwärts 08 und SC Viktoria im Stadion an der Paßstraße.
Zwar soll die Rangliste bis zum Ende des Jahres noch einmal auf den neusten Stand gebracht werden, doch der Ausschussvorsitzende Klaus Dobrindt betonte: „Es müsste schon ein Wunder passieren, wenn sich da noch viel ändern sollte“. Außerdem wären nach den Kriterien des Sport- und Bäderbetriebes ja auch die Welheimer Fußballer sowie die Kicker in Kirchhellen und Batenbrock vor dem SV Vonderort an der Reihe.
Für diese Vereine spricht vor allem, dass sie weitaus mehr Mannschaften auf den Platz schicken als die Vonderorter. „Wir sollten uns fair an diese Regeln halten“, forderte Dobrindt, und der Vorstand des SPD-Ortsvereins Eigen gab SPD-Fraktionschef Josef Ludes schriftlich: „Die Rangfolge aller Tennenplätze ist entscheidend. Deshalb ist eine andere Vorgehensweise, als nach dem Kriterienkatalog zu entscheiden, indiskutabel“.
Fair Play gilt im Sport als oberstes Gebot
Für Fraktionschef Ludes aber steht die SPD in Vonder ort im Wort: Sie müsse ein Versprechen einlösen, dass sie schon vor Jahren gegeben habe. „Wir haben beschlossen, Vonderort vorzuziehen“, sagte Ludes. Das sehe die Mehrheit in der SPD-Fraktion auch heute noch so. Mindestens zwei neue SPD-Ratsmitglieder widersprechen dem aber: Petra Kamyczek und Michael Schajor tragen die Eigener Forderung mit.
„Wenn wir schon einen Kriterienkatalog erstellen, sollten wir ihn auch abarbeiten“, sagte der Eigener SPD-Chef Andreas Todt und meint: „Im Sport gilt als oberstes Gebot Fair Play. Dies sollte auch für die Politik gelten!“
12:08
Also wenn man schon diverse Preise hier auflisten bzw. erwähnen muss, dann bin ich der Meinung sollte man sich bitte fundierte informationen holen!! Das habe ich mal getan!!
Hier eine gegenüberstellung der einzelnen Kosten aller 3 Spielfeldvarianten!!!
Naturrasen
Tennenplatz
Kunstrasen
Baukosten in Eur
180.000
200.000
340.000
jährliche Unterhaltungskosten in Eur
22.000
14.500
6.000
Nutzungszeit in Stunden / Jahr
400h
1.200h
2000h
(Baukosten /10 Unterhaltung)/
Nutzungsstunden
100 Eur
28,75 Eur
20,00 Eur
DAZU NOCH DIE QUELLE MEINER FORSCHUNG;)
http://www.buero-hoppe.de/kunstrasen-preis-vergleich.htm
Ich bitte jetz um Kommentare die GEGEN die Variante Kunstrasen sprechen!!!
LG
12:53
Für all diejenigen unter uns die noch die guten alten Tennenplätze mit ihrer Pelle tapeziert haben und vergeblich auf einen Rasenvertrag gewartet haben: Unsere hoffnungsvollen, talentierten Nachfolger trainieren dann auf Untergrund mit einem Quadratmeterpreis von ca. €60! Macht pro Platz 350TD bis 400TD Euro! Na denn... Wir haben´s ja!
11:03
Eine sehr interessant Diskussion die hier von den Vereinen geführt wird. Meiner Ansicht nach sollte man lieber die Diskussionen führen ob es für Bottrop nicht sinnvoller wäre, wenn es entsprechende Zusammenschlüsse der Vereine gäbe. Denn schließlich ist die finanzielle Situation in den meisten Vereinen genauso schlecht wie die der Stadt. Hierzu müssten sich natürlich mal einige Vereinsmeier, die an Ihren Präsidenten oder Geschäftsführer Posten hängen Gedanken über die Zukunft der Vereine machen. Nur duch einen Zusammenschluss können Insolvenzen der Vereine vermieden werden und auch Sponsoren könnten sich entsprechend konzentrieren. Schließlich ist es doch so, dass jeder einzelne Verein die gleichen Sponsoren anspricht und diese natürlich vor der fast unlösbaren Aufgabe stehen Ihre Gelder, sofern Sie welche ausschütten möchten, zu verteilen. Des weiteren könnten durch entsprechende Fusionen der Vereine vielleicht der ein odere andere schlagkräftige Verein entstehen, der dann auch in höheren Ligen mithalten könnte. Wie gesagt, die in Bottrop geführte Diskussion wer wann einen Kunstrasenplatz erhalten soll halte ich für völlig daneben. Denn wer weiß schon, wieviele Vereine es noch in 5 bis 10 Jahren in Bottrop geben wird.
20:59
Wenn man sich die Jugendarbeit von Fortuna Bottrop ansieht, ist es schon fast zwangsläufig, auf Rheinbaben den Kunstrasenplatz zu bauen!! Hier geht es doch nicht darum wem von der SPD was versprochen wurde, sonder um reale Fakten!!