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Radeln führt bei den Bottropern die Sport-Hitliste an

11.02.2016 | 18:17 Uhr
Radeln führt bei den Bottropern die Sport-Hitliste an
Die beliebteste Sportart der Bottroper: SPD-Chef Michael Gerdes bei einer Radtour im Sommer 2015 an der Osterfelder Straße.Foto: Gerhard Schypulla

Bottrop.   Zwei Drittel der Bottroper Bürger treiben mindestens einmal pro Woche Sport. Das ergab eine Befragung unter 6000 Bürgern der Universität Wuppertal.

Die beliebteste aktiv ausgeführte Sportart der Bottroper ist mit deutlichem Vorsprung das Radfahren. Dahinter folgen Gymnastik/Fitnesstraining, Schwimmen und Laufen. Der Fußball folgt erst auf Platz sieben. Das ergab eine Befragung von 6000 Bürgern im September und November 2014. Die Stadt hatte die Fragebögen verschickt, die Experten der Forschungsstelle Kommunale Sportentwicklungsplanung der Uni Wuppertal haben sie ausgewertet für die Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung. Sie soll Antworten geben auf die Fragen: Welche und wie viele Sportstätten braucht Bottrop in absehbarer Zukunft bis 2025?

Weiter Sportbegriff

Mehr als drei Viertel der Befragten im Alter zwischen 10 und 80 Jahren bezeichnen sich als sport- und bewegungsaktiv. Das heißt nicht, dass sie alle Sportler sind, betonen die Forscher der Uni. Prof. Horst Hübner und Oliver Wulf präzisieren den Begriff: „Dabei ist zu beachten, dass ein ,weiter Sportbegriff der Befragung zugrunde liegt; dieser umfasst sowohl Sportaktivitäten im engeren Sinn als auch die bewegungsaktive Freizeit.“ Aber immerhin: Zwei Drittel der Befragten geben an, sie seien mindestens einmal pro Woche sportlich aktiv. Jeweils die Hälfte der Befragten bezeichneten ihre Aktivitäten als Sport und als „bewegungsaktive Erholung“. Das Verhältnis von Sport zu Bewegung in der Freitag liegt bei den Zehn- bis 19-Jährigen noch bei 80 zu 20, sinkt aber mit steigendem Alter. In der Gruppe der 70- bis 80-Jährigen hat sich das Verhältnis von Sport zu Bewegung mit 30 zu 70 fast umgekehrt.

Verein contra Fitness-Studio

Die von den Forschern erstellte „Hitliste der Sportarten“ gibt Aufschluss über die Beliebtheit der Sportarten. Aber, schränken Hübner und Wulf ein: „Die Position auf der Hitliste sagt jedoch nichts darüber aus, wie häufig und regelmäßig die sportlichen Aktivitäten ausgeübt werden. Anhaltspunkte für die Intensität der Sportausübung gibt schon eher die Art der Organisation: Im Verein engagierte Fußballer oder im Fitness-Center angemeldete Sportler werden in der Tendenz wohl öfter Sport treiben als die große Mehrheit von zwei Dritteln der Befragten, die nach eigenen Angaben ihre sportlichen Tätigkeiten selbst organisieren.

Die Wichtigkeit der Sportvereine im Vergleich zu kommerziellen Anbietern ändert sich mit dem Lebensalter, haben Hübner und Wulf festgestellt. Insgesamt sind 14,1 Prozent im Verein organisiert, 11,6 Prozent bei privaten Anbietern. Im Alter von 10 bis 19 Jahren ist jeder Dritte im Verein organisiert. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gehen mehr Menschen ins Fitness-Studio als in den Sportverein. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegen wieder die Vereine vorn, bei den 50- bis 69-Jährigen dagegen wieder die kommerziellen Anbieter. Erst bei den 70-Jährigen und Älteren werden Vereine wieder häufiger genutzt als kommerzielle Anbieter.

Kai Süselbeck

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2016-02-11 18:17
Bottrop